MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Korthina und Jürgen Adner

„Suche nicht andere. sondern dich selbst zu übertreffen.“ (Marcus Tullios Cicero)

Korthina und Jürgen Adner

Friseurmeisterin, Kosmetikerin
Zerspanungsfacharbeiter,
Dipl.-Ing. (FH) für Technologie in der metallverarbeitenden Industrie
Dorfstr. 88
09217 Burgstädt OT Mohsdorf

Ihr ganzes bisheriges Leben hat die 1955 geborene Korthina Müller in dem heute von der Familie bewohnten Haus verbracht. Sie berichtet von ehemals kleinen Zimmern, fehlendem Anbau und geteiltem Wohnraum für Eltern, Schwägerin, Oma, Tante usw. Ein Kinderzimmer gab es anfangs nicht. Die Kinder schliefen bei den Eltern. 1961–1971 besuchte das Mädchen die Schule, schon beseelt von dem Wunsch einmal Friseurin zu werden. Den realisierte sie mit einer Ausbildung in der PGH Burgstädt, „Salon Annett“ und ergänzte diese vier Jahre später mit einer weiteren Ausbildung zur Kosmetikerin im gleichen Salon. So geschult blieb sie bis 1991 im Salon und entschied sich dann für eine selbstständige Tätigkeit. In Burgstädt fand sie auf Grund der Wende-Umbruchzeit und des damit verbundenen Zuwachses an Gewerberäume-Suchenden keine entsprechende Immobilie. Sie wich nach Wittgendorf aus und eröffnete hier am 01.10.1991 ihren eigenen Kosmetik-Salon in einer aus- und umgebauten Baracke. Die ersten Jahre arbeitete sie alleine, später vorübergehend mit einer Angestellten. Umgezogen in ein Gewerbegebiet besserten sich Umfeld und Ambiente. Eine neue Angestellte unterstützte nun bis 2006. Dann entschied sich Korthina Ander zum Umzug in einen Gewerberaum-Neubau in Mohsdorf, wo sie heute noch präsent ist. Der Vorteil: Das Geschäftshaus wurde von ihrer Tochter gebaut (Friseurmeisterin), mit der sie seither darin einen gemeinsamen Laden betreibt. Auch der Sohn der Adners lebt in naher Umgebung. Er lernte einst den Klempner-Beruf und schulte später zum Rettungsassistenten um. Korthina und Jürgen Adner (verheiratet seit 1974) sind stolz auf ihre Kinder und beobachten mit Spannung, wie sich die vier Enkel entwickeln, heranwachsen und eigene Wege finden. Jürgen Adner wurde 1954 geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Hartmannsdorf u. a. mit dem Fahren von Straßenrennen, Fußball und aktivem Handballspiel (bis zum 19. Lebensjahr). Zudem lud die 2,50 Mark-Dauerkarte zum regelmäßigen Besuch des Bades ein – in moderner Dreiecksbadehose! 1960–1970 besuchte er die Schule, im Anschluss durchlief er eine Berufsausbildung mit Abitur. Mit der Hochschulreife und dem Facharbeiterbrief als Zerspanungsmechaniker in der Tasche, diente er vier Jahre bei der Marine (Zusatzqualifizierung zum Elektriker, Ausbilder) und arbeitete danach als Schlosser im Steinbruch Diethensdorf bis 1987. Im Fernstudium erwarb er 1984–1990 den Abschluss als Diplomingenieur für Technologie. Ab 1987 in einem Textilbetrieb in Limbach als Hauptmechaniker tätig, arbeitete er danach als technischer Leiter. „Die Wende war noch gar nicht richtig da, da hörte man schon die alten Besitzer an die Tür klopfen.....der Betrieb zerfiel, wurde besenrein geräumt, die Maschinen auf den Schrott gefahren ...keine schöne Zeit...“ berichtet er vom Zerfall des Betriebs und seiner Kündigung im Frühsommer 1990. Bei der Stadt Chemnitz bewarb er sich für einen Weiterbildungslehrgang (C+C-Ausbildung), absolvierte diesen im Berufsförderungszentrum Essen. So geschult kehrte er nach Chemnitz zurück und eröffnete unter der Verantwortlichkeit der Stadt das FBZ mit – als neue Weiterbildungseinrichtung des Arbeitsamtes. Fachlich und pädagogisch geschult begleitete er zwei Jahre Umschulungen von Arbeitssuchenden. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit begann er 1994 in der Arbeitsvorbereitung einer Stahlbaufirma in Meißen, kehrte 1995 zum FBZ Chemnitz zurück (bis Sommer 2003), arbeitete 2004 kurze Zeit in der Firma EDB (Erfolg durch Bildung) und ab September 2004 in der Berufsschule Mittweida – nun wieder in der Weiterbildung für Berufe der Metallbranche. Die letzten Jahre seines Berufslebens verbrachte er (Delegierung) in einer Förderschule (Werkunterricht) und an der Berufsfachschule Chemnitz in der Technikausbildung in den Bereichen Konstruktion, Fertigungstechnik und CNC-Technik. Im Oktober 2018 trat er in den Ruhestand.
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