MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Barbara Kölbel

Ihr Weg ins Leben als Pädagogin

Barbara Kölbel

Lehrerin
Rudolf-Breitscheid-Str. 44
08233 Treuen
Fon: 037468 / 2916

Der Lehrerberuf faszinierte sie schon in der Kindheit. Im Jahr 1941 war sie im Ort Silberstraße (an der Zwickauer Mulde) als Barbara Lange zur Welt gekommen. Sie wuchs mit zwei Geschwistern auf. Die familiären Verhältnisse samt damit verbundenem Ortswechsel führten dazu, dass sie zuletzt beim Vater (Ingenieur) in Dessau aufwuchs, wo sie 1957 den Schulbesuch mit der 10. Klasse abschloss. Da eine Bürotätigkeit für sie und der Lehrerberuf für ihren Vater nicht in Frage kam, entscheid sie sich für MTA. Als Überbrückung bis zum 18. Lebensjahr arbeitete sie als Hilfsköchin im VEB Waggonbau Dessau. Dann bewarb sie sich 1959 am Institut für Lehrerbildung in Auerbach (Vogtland). Nach zweijähriger Ausbildung an dieser Fachschule konnte sie 1961 ihre erste Stelle als Unterstufenlehrerin an der Lessingschule in Treuen antreten. Von da an konnte sie 41 erfolgreiche Jahre als Pädagogin erleben, den Prinzipien von Anton S. Makarenko verpflichtet. Den Kindern den Weg ins Leben zu ebnen durch Vertrauen und Achtung, durch eine Erziehung zu Selbstständigkeit, Verantwortung und gelebtem Miteinander sah sie dem Pädagogen Makarenko folgend, auch als ihre Aufgabe. Zugleich wurde das vogtländische Treuen zum Lebenssitz bis heute. In der dortigen Lessingschule unterrichtete sie in allen Fächern der Grundschule. Mit Freude und Engagement leitete sie Sport-AGs und spielte mit den Schülern Theater. Sie erlebte mehrere Umstrukturierungen, war in beiden Gebäuden des Schulkomplexes, der „roten“ und der „weißen“ Schule, im Einsatz, erlebte auch die zwischenzeitliche Umbenennung der „weißen“ Schule in "Sergant-Pawlow-Oberschule". Zudem engagierte sie sich als Vertrauensfrau der Gewerkschaft. In späten Jahren nahm sie sogar noch ein Fernstudium in Leipzig auf, qualifizierte sich in Latein und Griechisch, durfte diese Sprachen aber nicht unterrichten, da sie für die Oberstufe keinen pädagogischen Abschluss erworben hatte. Bis zum Jahr 2002, als sie in den Ruhestand ging, brachte sie ganzen Generationen Treuener Schüler, von denen viele sich bis heute gern an sie erinnern, die Anfangsgründe des Wissens und des Lernens bei. Seit der Heirat 1962 bis zu seinem zu frühen Tod 2015 stand Gottfried Kölbel an ihrer Seite. Der gelernte Schlosser war vor allem bei der Wismut AG im Bergbau tätig. Dem 1962 geborenen Sohn Steffen folgte ein Jahr später der zweite Sohn Gert, bereits verstorben, und 1968 die Tochter Sabine. Das Ehepaar Kölbel freute sich über neun Enkel und bis heute sechs Urenkelkinder. Barbara Kölbel bleibt auch im Ruhestand aktiv. Sowohl beim Sport wie bei der Arbeit im großen Garten ist ihre Physis gefordert. Geistig aufgeschlossen, genießt sie vielseitige Lektüre und das Theateranrecht im nahen Plauen. Die Schiffsreisen, gern mit Freundinnen, führten auch bis in die Karibik.
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