MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Johannes und Helga König

„In jedem Anfang liegt die Ewigkeit“ (H. von Hofmannsthal)

Johannes und Helga König

Pastor i. R.
08280 Aue

Im damals noch eigenständigen Niederschlema (heute Bad Schlema) erblickte Johannes König das Licht der Welt, er besuchte die Schulen in Nieder- und Oberschlema und legte das Abitur in Schneeberg ab. Aus christlicher Familie, verspürte er schon früh die Berufung, für die Evangelisch-methodistische Kirche in den Dienst als Verkündiger des Evangeliums gehen zu wollen. Doch die Kirche orientierte beim Pastorennachwuchs auf erste Erfahrung im praktischen Leben. Ein Jahr untertage im Uranerzbergbau der Wismut AG ermöglichte ihm den unmittelbaren Kontakt mit Menschen bei gemeinsamer schwerer Arbeit. Im Dienst der Kirche absolvierte er ein zweijähriges Praktikum in Schneeberger und Dresdener Gemeinden, ehe er sich 1957–1960 am Theologischen Seminar in Bad Klosterlausnitz die theoretischen Grundlagen des Pastorenberufs erarbeiten konnte. Den Zauber und die Mühen mehrfachen Neuanfangs sollte er in den folgenden Jahren erleben, engagiert an jedem Platz, an den ihn die Kirchenleitung stellte. Ein Jahr wirkte er als 2. Pastor in Dittersdorf bei Chemnitz, dann sieben Jahre lang in Leipzig, wo er Gemeinden in Lindenau, Taucha, Wurzen sehr selbständig betreuen konnte. Doch es freute ihn, dann wieder in die erzgebirgische Heimat gerufen zu werden. Ab 1968 betreute er den Gemeindebezirk Herold mit Drebach als persönlichem Lebensmittelpunkt. 1979 wurde er nach Raschau versetzt, dort war er auch für die Gemeinden in Markersbach und Scheibenberg zuständig. Vorbelastet durch Verwandte (ein Urgroßvater und Großvater und drei seiner Onkel waren Baumeister), leitete er bis 1990 einige Jahre im Nebenamt den Reparaturdienst der Kirche, vor und nach der Wende 1989 war er als Vorsitzender der Konfrenzbaubehörde fast zwei Jahrzehnte lang für das Baugeschehen im Raum der Kirche und der Gemeinden mit verantwortlich. Seit August 1989 war er in Zwönitz tätig, wo die Ereignisse des politischen Herbstes 1989 auch ihn in die Pflicht nahmen, Verantwortung an „Runden Tischen“ und in kommunalpolitischen Ausschüssen zu übernehmen. Neben dem Predigtdienst und der Seelsorge engagierte er sich seitdem besonders auch für sozialpolitische Anliegen. Seit dem Ruhestand im Jahr 2000 wohnt Johannes König mit seiner Frau Helga (Heirat 1961) in Aue, kümmerte sich von hier aus 2001–2002 noch einmal vertretungsweise um den Bezirk Raschau und lässt sich weiterhin bis heute für einzelne Gemeindedienste gern in die Pflicht nehmen. Helga König, geborene Martin, in Plauen geboren, erfüllte aus eigenem Antrieb die Aufgaben einer Frau des Pastors gern und mit großem Vertrauen der jeweiligen Gemeinde. Zu den familiären Segnungen gehören zwei Söhne, zwei Töchter, dreizehn Enkel.
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