MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Wolfgang Köhler

Neue Aufgaben haben ihn immer gereizt

Wolfgang Köhler

Elektromeister i. R.
Oberbrandinspektor a. D.
Geraer Str. 2
07629 Hermsdorf

Thüringer Holzland heißt die Gegend östlich von Jena, die Wolfgang Köhlers Leben bestimmte. 1942 in Jena geboren, wuchs er auf dem Hof seiner Eltern in Bürgel auf, absolvierte die 10. Klasse und anschließend eine Lehre als Landmaschinen- und Traktorenschlosser in Erfurt. Etwas lockten wohl auch die finanziellen Anreize in den damals noch freiwilligen Armeedienst. Wolfgang Köhler besuchte die Offiziersschule in Dessau, doch gesundheitliche Probleme verhinderten die soldatische Karriere. Er arbeitete nun in Dessau als Kfz-Schlosser, lernte hier auch seine Frau kennen (die leider viel zu früh starb), wechselte dann zum VEB Verbundnetz, der die Stromnetze der ganzen DDR und in Bad Lauchstädt sein größtes Umspannwerk betrieb. Hier arbeitete Wolfgang Köhler als Betriebsmonteur und konnte sich in der Erwachsenenqualifizierung zum Elektromonteur für Hochspannungsanlagen ausbilden lassen. Der Wechsel zum Aufbau des Umspannwerkes in Hermsdorf führte wieder in die heimische Gegend, hatte vor allem aber auch den Vorteil, dass hier der Familie eine Wohnung zugewiesen werden konnte. Wolfgang Köhler machte nun auch seinen Meisterabschluss, reiste dann aber über die Woche nach Erfurt, da das Hermsdorfer Werk nicht so umfangreich ausgebaut wurde, wie einst geplant. Die Wochenendfamilienbeziehung konnte enden, als ihn die Keramischen Werke Hermsdorf als Abteilungsleiter Elektronetz gewannen. Er war zwischendurch als Werkstattleiter zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft oder ins Agrochemische Zentrum abgestellt, wurde aber 1975 überredet, die Leitung der Betriebsfeuerwehr zu übernehmen, die er bis zur Auflösung des Betriebes 1990 als Oberbrandinspektor verantwortlich wahrnahm. Nun engagierte er sich fünf Jahre im bautechnischen Brandschutz, konnte dann für die Eisenberger Wurstfabrik im nahen Serba als technischer Leiter beim Neuaufbau der Betriebsstätte bis zum Vorruhestand 2002 wirken. 1968 kaufte Wolfgang Köhler mit seinen Schwiegereltern das landwirtschaftliche Anwesen Geraer Straße 2, auf dem sein heutiges Wohnhaus steht. Die alten Gebäude, Scheunen und Stallungen wurden in Feierabendarbeit an den Wochenenden und Feiertagen abgerissen und umgebaut. Mit modernem Standard und erfreulicherweise auch längst schuldenfrei, betreibt er hier zudem seit 1994 eine kleine Pension, frequentiert vor allem von Menschen, die berufliche Interessen in diese Gegend führen. Nordkoreaner und Australier verzeichnet sein Gästebuch. Der verwitwete Vater eines Sohnes und einer Tochter lebt heute mit einer Lebensgefährtin. Kochen ist sein Hobby, davon profitieren auch seine Pensionsgäste gern.
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