MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Roland König

Am Anfang steht der Modellbauer

Roland König
Modellbauer

Waltershäuser Straße 63
99867 Gotha
Fon: 03621 / 701244
Funk: 0172 / 5686537

Bei dem Wort Modellbau denken die meisten zunächst an Miniaturausgaben von Autos, Schiffen oder Flugzeugen. Mit Autos und Schiffen hat Roland König zwar zu tun, aber in einer anderen Art. Er und seine vier Gesellen und der Auszubildende stellen Modellteile aus Holz oder Kunststoff her, mit denen dann Gießereien die Formen für die Originalteile herstellen. Das können so unter anderem Teile aus einem Auto oder einem Schiff sein, wie zum Beispiel das bislang größte Teil von etwa 10 m, das zu einem Schiffsdieselmotor gehörte. 1992 übernimmt er von seinem Vater Lothar König den Modellbaubetrieb in der Waltershäuser Straße 63, den dieser 1953, zusammen mit seiner Frau Helga, gegründet und geleitet hat. Den rückwärtigen Teil der heutigen Betriebsstätte baut er erst nach der Übernahme an, wie er auch, bis auf ganz wenige Ausnahmen, alle Maschinen neu kauft, was für ihn eine sehr erhebliche und in der Anfangszeit des Unternehmens nicht unproblematische Investition ist. Aber auch diese Zeit steht er durch. 1959 in Gotha geboren, besucht Roland König dort auch die Schule und beginnt danach eine zweijährige Lehre als Modellbauer, wobei er ein Jahr im elterlichen Betrieb und das andere Jahr in einem auswärtigen Betrieb verbringt. Nach dem anschließenden Grundwehrdienst studiert er drei Jahre lang Gießereiingenieur und arbeitet als solcher von 1982 bis 1984 in Leipzig, wo er auch mit der Meisterprüfung beginnt. Zurück im elterlichen Betrieb, legt er 1985 die Meisterprüfung ab. 1992, in dem Jahr, in dem er die Firma übernimmt, stirbt sein Vater, aber er beißt sich durch. Seine Frau Marina hat ihn tatkräftig unterstützt. Sie arbeitete dann jedoch wieder als Pharmaingenieur und kommt 2007 in das Unternehmen zurück. Da mit der Wende viele Gießereien wegfallen, knüpft er Kontakte zu westdeutschen Gießereien und macht sich bekannt. Er ist ein Tüftler und Problemlöser und arbeitet nach dem Motto: Geht nicht – gibt es nicht. Und auch spricht sich herum, dass er schwierige Formgebungen nicht nur aus der Sicht des Modellbauers betrachtet, sondern die Aspekte einer Gießerei mit einbezieht. Heute macht er mit seinen Leuten Formmodelle jeglicher Art, von handtellergroß bis hin zu maximal 10 m, stellt Anschauungsmodelle für Messen her, fertigt Umgebungsmodelle für Architektenentwürfe und ist gar an Bausanierungen beteiligt, wie etwa am alten Wasserhaus in Meiningen. Für die Zukunft wünscht er sich, dass er und seine Familie, zudem Tochter Susanne, Sohn Johannes und Matthias, der auch Modellbauer ist und später das Geschäft einmal übernehmen soll, gesund bleiben und es weiter mit der Firma gut läuft.
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