MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Freya Kämmerer

Beruf ist Erfüllung und Lebenswerk

Freya Kämmerer

mit Ehemann Detlef
Leiterin der Kita „Kirchbergzwerge“
Erfurter Str. 3
99195 Riethnordhausen
Fon: 036204 / 51233

Sie ist mit Leib und Seele Kindergärtnerin. Obwohl Freya Kämmerer sich nie selbst als ein typisches Kindergartenkind sah, denn ihre Mutter war Hausfrau, wollte die Thüringerin beizeiten Kindergärtnerin werden. Dieser Berufswunsch stand schon in der 9. Klasse fest. Heute ist Freya Kämmerer, verheiratet seit 1982 mit Detlef Kämmerer (gelernter Fleischer), Leiterin der Kindertagesstätte „Kirchbergzwerge“ in Riethnordhausen bei Erfurt. Die Mutter von zwei Söhnen (Enrico, geboren 1983; Etienne, geboren 1988) und Oma von zwei Enkelkindern kann sich nichts Schöneres vorstellen. Der Beruf ist ihr Erfüllung, was sie in der Einrichtung mit 60 zu betreuenden Mädchen und Jungen - vom Säugling bis zum Vorschulkind - in Riethnordhausen aufgebaut hat, bezeichnet Freya Kämmerer als ihr Lebenswerk. Sie brennt für ihre Arbeit, hat im Februar 1990 hier angefangen und bereits im Mai die Leitung der Kita übernommen. „Mit 26 Jahren bin ich ins eiskalte Wasser gesprungen“, erinnert sich Freya Kämmerer noch genau. Es sei ihre Chance gewesen, als das Angebot kam, hat sie eine Nacht drüber geschlafen und gesagt: „Ich mach’s!“ Bis zur Rente will sie ihren Dienst als Chefin der Einrichtung ausüben, in der acht Beschäftigte arbeiten. Sie spricht von einem guten Miteinander, das die Erzieherinnen auch innerhalb der Gemeinde pflegen. „Wir sind ein Team, der Bürgermeister und ich, er kam im Mai, ich fing im Februar 1990 an, seitdem arbeiten wir gut zusammen und helfen uns gegenseitig. Wir unterstützen die Vereine, von Fußball bis Kirmes profitieren alle davon und dem Ort mit 1000 Einwohnern, die hier leben, geht es gut“, würdigt Freya Kämmerer die Kooperation. Die Kita hat viel Zulauf aus Riethnordhausen. Für jeden neuen Erdenbürger macht die Gemeinde 1000 Euro als Begrüßungsgeld locker. Geboren 1964 in Erfurt, ging Freya Kämmerer zehn Jahre zur Schule und studierte danach drei Jahre an der Fachschule für Kindergärtnerinnen in Gotha. Mit dem Abschluss als Staatlich anerkannte Kindergärtnerin in der Tasche, schnupperte die damalige junge Mutter zwei Jahre Praxisluft, bevor sie ihr zweites Kind bekam und schließlich völlig unvorbereitet als Kita-Leiterin absolutes Neuland betrat. „Seither haben sich im Zuge der Wende die Strukturen, die Inhalte der Bildungspläne und auch die Kinder verändert“, erklärt Freya Kämmerer. „Zwei Weiterbildungen im Jahr sind für jede Mitarbeiterin im Kindergarten Pflicht“, sagt sie. Damit die Kinder, die heutzutage viel selbstbewusster und quirliger sind, zur Ruhe kommen, geht es familiär zu, werden Rituale, wie zum Beispiel gemeinsames Frühstücken, gepflegt. Auch aufs Vorlesen wird Wert gelegt. Blickt die beherzte Leiterin zurück, bilanziert sie für sich selbst, „alles richtig gemacht zu haben.“ Sie liebt ihren Beruf, hat zwei Kinder gekriegt, ein Haus gebaut…ihrer Familie geht es gut. Nach der Arbeit ist sie gerne Oma, Familie bedeutet Glück für Freya Kämmerer. Sie liebt es, mit ihrem Hund („mein letztes Kind“) spazieren zu gehen, besucht ihren pflegebedürftigen Vater, nette Bekannte und will noch lange leben, um „alle gesund aufwachsen zu sehen“.
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