MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edna und Günter Kühnel

Wenn der Herrgott die Arbeitsuhr stellt

Edna und Günter Kühnel

Landwirte
Alte Str. 24
04651 Bad Lausick OT Buchheim

Fleißig mussten beide von Anfang an sein, in der Landwirtschaft aufgewachsen, wurde Arbeitsethos prägendes Element ihres Lebens. Als Edna Voigt kam sie 1939 in Buchheim (seit 1994 Ortsteil von Bad Lausick) zur Welt, lebt noch heute in dem Haus, in dem sie geboren wurde. Der Vater fiel dem Krieg zum Opfer, als sie gerade drei Jahre alt war. Mit einem älteren Bruder wuchs sie auf, der den elterlichen Hof nicht übernahm, im Westteil Deutschlands seine Zukunft sah. So ging die junge Edna der Mutter früh zur Hand, lernte bereits mit zwölf Jahren das Melken der Kühe. Die örtliche Schule besuchte sie von 1945 bis 1950, dann ging es für drei Jahre nach Bad Lausick, wo sie die achte Klasse abschloss, danach zwei weitere Jahre die Landwirtschaftsschule absolvierte. Mit der Mutter bewirtschaftete sie den ererbten Hof, der 1960 in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) „Justus von Liebig“ aufging, später Teil der zusammengelegten LPG „Ernst Thälmann“ Bad Lausick wurde. Edna Kühnel (wie sie seit der Heirat 1960 hieß) arbeitete bis 1976 im Feldbau, dann wurde die Mastbullenanlage ihre Herausforderung bis zu deren Ende 1990. Die letzten Berufsjahre, ehe sie in den Vorruhestand ging, wirkte sie im Schweinezuchtstall. Beim Tanz in der Gaststätte „Zum grauen Wolf“ Bad Lausick hatte sie 1956 den Gefährten fürs Leben kennengelernt. Günter Kühnel (geboren 1934 in Zwenkau), der mit drei Geschwistern aufwuchs, musste in jungen Jahren den Verlust der Mutter erleben. Da der elterliche Hof nicht allein zu führen war, arbeitete er nach Schule und Ausbildung kurz als Hofarbeiter, fand dann als Beifahrer im Auslieferungswesen des Uhlig & Weiske Mühlenwerks Bad Lausick seine langjährigen Aufgaben, auch als der Betrieb 1972 als VEB Mühlenwerke verstaatlicht wurde. Erst 1992 wechselte er mit Vorruhestandsregelung in den Rentenbezug, 1993 wurde der Mühlenbetrieb ganz eingestellt. Dem Ehepaar Kühnel wurden drei Kinder geschenkt, 1962 die Tochter Ute, 1965 Sohn Michael, 1972 Tochter Ellen. Zu den Freuden der Großeltern gehören seitdem sieben Enkelkinder. Seit langer Zeit genießen Edna und Günter Kühnel die Arbeit und die Geruhsamkeit im Garten, nur für die Betreuung des Viehzeugs fehlt ihnen in fortgeschrittenen Jahren die Kraft. Schon zu DDR-Zeiten gehörten Reisen zu den geschätzten Elementen ihres Lebens, ins Erzgebirge, in verschiedene Länder des damaligen sozialistischen Wirtschaftsgebietes. Nach 1990 konnte die Reiselust neue Ziele entdecken. Edna Kühnel engagierte sich über viele Jahre im Kirchenvorstand von Buchheim. Günter Kühnel gehörte volle zweiundvierzig Jahre der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes an.
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