MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Herbert Küttner

Kurz und sehr gut

Herbert Küttner

Oberlehrer
Gründungsmitglied Museumsverein Riesa
Sonnenweg 16
01589 Riesa
Fon: 03525/ 632303

Stenografie war mehr als ein Hobby für Herbert Küttner, das Erlernen und Beherrschen der Kurzschrift begleitete ihn durch Berufsleben wie ehrenamtliche Arbeit. Geboren wurde er 1928 in Riesa. In der sächsischen Stadt an der Elbe wuchs er auf, seine beiden älteren Brüder fraß der Krieg, er selbst wurde nach dem Schulbesuch 1935–1943 noch zu Arbeitsdienst und Wehrmacht eingezogen. Bei einem Riesaer Kohlenhändler absolvierte er eine kaufmännische Lehre, besuchte dazu die Wirtschaftsoberschule. Nach der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer Sachsen 1946 arbeitete er noch ein Jahr in der Firma, wirkte danach für die Tischlergenossenschaft und bei der Bau-Union Süd. Daneben bemühte er sich um Weiterbildung als Stenotypist, erhielt 1951 das diesbezügliche Facharbeiterzeugnis und begann danach als Schreibkraft bei den Riesaer Ölwerken, wurde später Sachbearbeiter und Kassierer. 1961 entschied er sich für einen neuen Beruf. Ein zweijähriges Studium am Institut für Lehrerbildung in Großenhain endete mit der Lehrberechtigung für die Unterstufe. Ab September 1963 wurde er als Lehrer an der Oberschule in Prausitz eingesetzt. Den etwa 5 Kilometer südlich von Riesa gelegenen Ort erreichte er die achtundzwanzig Jahre seiner dortigen Tätigkeit, 1991 ging er in den vorzeitigen Ruhestand, fast ausschließlich mit dem Fahrrad. Herbert Küttner unterrichtete in den Klassenstufen 1–4, betreute später auch die Schüler oberer Klassen beim polytechnischen Unterricht. Seit 1965 fungierte er als stellvertretender Direktor dieser Schule. Die fachspezifische Auszeichnung mit der Pestalozzi-Medaille in Bronze und Silber wurde gewährt, 1987 wurde er zum Oberlehrer ernannt. Stets begleitete ihn in allen Jahren, seit er 1952 erstmals an einem Landeswettbewerb der besten Stenografen in Meißen teilgenommen hatte, die Vervollkommnung seiner Fähigkeiten, 1954 wurde er Kreismeister in Stenografie. 1956 lernte er bei der Prüfung für Stenografielehrer in Lauba bei Löbau seine Frau Erna kennen. Herbert Küttner wurde Mitglied des Prüfungsausschusses für Stenotypistinnen und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Stenografie und Maschinenschreiben. Er erhielt das Leistungsabzeichen für Stenografie in Bronze, wurde 1973 Vorsitzender des Kreisverbandes dieser Gesellschaft und 1977 Mitglied des Bezirksvorstandes. Später folgten Beiträge für die Deutsche Stenografenzeitung. In der Sächsischen Zeitung erschienen dagegen Artikel zur Riesaer Heimatkunde, die Herbert Küttner als Mitglied des Museumsvereins Riesa e. V. erforscht. Auch als Vorstandsmitglied der Volkssolidarität e. V. ist er aktiv. Aus der Ehe mit Frau Erna (Heirat 1957), sie verstarb bereits im Jahr 2003, gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor, denen acht Enkel und die ersten Urenkelkinder folgten.
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