MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Reiner Küster
Seele und Körper bedürfen der Fürsorge
Diplom-Theologe
Diplom-Sozialarbeiter
Arndtstr. 25
08058 Zwickau
Fon: 0375 / 302807
E-Mail: reiner.kuester@blue-cable.de
Als jüngster von zwei Schwestern und drei Brüdern kam Reiner Küster 1951 in Zwickau zur Welt. Die Familie lebte als Ungarndeutsche (Schwaben) auf dem Lande in Südungarn. 1948 wurde sie durch eine landesweite Vertreibung nach Deutschland zwangsumgesiedelt. Drei Geschwister erblickten das Licht der Welt in Ungarn, zwei in Deutschland und der DDR. Reiner Küster besuchte die Schule von 1958–1970, ging mit dem Abitur (inklusive Berufsausbildung zum Gärtner) ab. Den Grundwehrdienst absolvierte er bei der Bereitschaftspolizei, begann 1972 an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig ein Theologiestudium, 1977 mit dem Diplom abgeschlossen. Ein Jahr folgte die praktische Pfarrausbildung im Vikariat, doch Reiner Küsters Interesse galt nicht nur den religiösen Bedürfnissen, die Fürsorge für die Menschen umfasste für ihn, dem Vorbild Albert Schweitzers folgend, auch deren allgemeines Wohlergehen. Darum entschied er sich für die Arbeit in der Diakonie, dem Sozialwerk der Evangelischen Kirche, engagierte sich in Zwickau, Wurzen und dem damaligen Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), absolvierte in Berlin eine Fernausbildung als kirchlicher Fürsorger. Im Predigerkolleg Lückendorf bereitete er sich 1982 vor, um als Krankenhausseelsorger arbeiten zu können, fand jedoch keine Stelle. Deshalb wechselte er 1983 als Sozialarbeiter ans Kreiskrankenhaus Werdau, verbunden mit einer weiteren – nun staatlichen – Ausbildung (das Diplom als Staatlich anerkannter Sozialarbeiter nach neuem Recht sollte, verbunden mit weiterer Qualifizierung, 1991 folgen). 1989/94 widmete er sich nun wieder in Zwickau der Körperbehindertenarbeit der evangelischen Stadtmission, dann folgten Zeiten ohne Anstellung und befristete Aufgabenstellungen u. a. in der Erziehungs- und Familienberatung der Arbeiterwohlfahrt Hohenstein-Ernstthal, als Leiter der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes in Auerbach (Vogtland), als Erzieher im Jugendbegegnungszentrum des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD), als Dozent für Kommunikation und Gesprächsführung wie in der Gewalt-und-Sucht-Prävention im schulischen Bereich. Seit 2014 ist er in Rente. Bei allen seinen beruflichen Aktivitäten war es Reiner Küster wichtig, dass Überzeugungen und Taten zusammenpassen. Als ehrenamtlicher Prediger ist er noch heute an vielen Sonntagen in den Kirchen seiner näheren und weiteren Heimat unterwegs. Ehrenamtlich engagierte er sich auch als Mitarbeiter für Führungen im Heimatmuseum Gerth-Turm Sankt Egidien.
Die familiären Verbindungen zur ungarischen Heimat seiner Vorfahren werden gepflegt.