MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heinz Künzel
Immer im Bild
Kfz-Ingenieur
Pressefotograf
08056 Zwickau
Im schlesischen Grünberg begann 1935 der Weg in ein reiches Leben. 1945 kam die Familie als Aussiedler nach Thüringen, bis der Vater 1949 bei der SDAG Wismut im sächsischen Zwickau Arbeit fand. In Gotha schloss Heinz Künzel die Oberschule mit der Mittleren Reife ab. Einer Ausbildung zum Kfz-Handwerker in Zwickau folgte 1952 der Wechsel auf die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Leipzig, wo er im zweiten Bildungsweg das Abitur erwerben konnte. Der Lauf- und Radsportbegeisterte arbeitete ein halbes Jahr als Eilzusteller bei der Deutschen Post, ehe er ab Herbst 1956 die Ingenieurschule für Kraftfahrzeugtechnik absolvierte. Der junge Ingenieur begann 1959 für ein Jahr als Assistent im VEB Renak (Reichenbacher Naben- und Kupplungswerke) im Vogtland. Doch dann kam der Sommer des Jahres 1960 (ein Jahr später waren die Grenzen dicht, solche Ausflüge nicht mehr möglich), ging es mit dem Rad, mit Abstecher Schweiz und Österreich, zu den Olympischen Spielen nach Rom. Mit kleinen Tricks schaffte er es selbst ins Olympische Dorf, so entstanden wichtige Fotodokumente. Über Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande zurück, war er Weihnachten wieder daheim. Mit der Anstellung als Konstrukteur bei der renommierten Zwickauer Maschinenfabrik begannen Jahre erfüllten beruflichen Wirkens, die erst mit dem Vorruhestand Anfang der neunziger Jahre endeten. Doch da gab es noch seinen Zweitberuf. Bereits 1961 hatte er (ausgewiesen als Volkskorrespondent) vor allem für die Zwickauer Ausgabe der „Freien Presse“ Fotos von Sport- und Kulturereignissen geliefert. Wer in der sächsischen Stadt lief, warf, ballerte, boxte, wer sang und trällerte, schauspielerte oder kabarettierte kam vor seine Kamera. Aus dem Nebenjob wurde im Vorruhestand die Hauptbeschäftigung, immer weiter mit dem Rad unterwegs (nur selten benutzte er das Zwickauer Autoeigengewächs „Trabi“, der Oldtimer tut aber immer noch seine Dienste). Vor allem die Wochenenden gehörten und gehören der Sportberichterstattung (inklusive Textbeiträge). Seine eigenen sportlichen Meriten errang er in Straßen- und Querfeldeinrennen mit dem Rad, beim Langstreckenlauf (u. a. Rennsteiglauf) und beim klassischen Triathlon (Sächsischer Seniorenmeister). Radtouren führten auch nach Bulgarien, Tschechien, Rumänien sowie Warschau.
Mit seiner Frau Ingrid ist Heinz Künzel seit 1971 ein Paar. Beide haben aus jeweils erster Ehe eine Tochter (Katrin und Romy) und die gemeinsame Tochter Claudia. Die drei Kinder beschenkten sie mit bisher sechs Enkeln und zwei Urenkeln.