MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Peggy Kürth
Mit Herz und Seele
Peggy's A & V „mini-maxi“
Georg-Schwarz-Straße 136
04179 Leipzig
Fon: 0341 / 6797159
Funk: 0178 / 7775484
Internet: www.leutzscher-zwerge.de
Einen An- und Verkauf wollte Peggy Kürth eigentlich nicht eröffnen. Die Vorstellung, die sie selbst von diesen Läden hatte, war keine besonders gute. „Also machte ich einen anderen An- und Verkauf auf. Einen, der auf Freundlichkeit und einen guten Umgang setzt – einen Laden zum Wohlfühlen“, erzählt die Inhaberin, deren Unternehmen mittlerweile ins dritte Geschäftsjahr geht. „Das geht so weit, dass wir oft von unseren Kunden gefragt werden, ob wir wirklich ein A & V sind.“
Natürlich ist „mini-maxi“, eine Anspielung auf die großen und die kleinen Dinge, die es dort gibt, ein An- und Verkauf. Bevor der Laden im Juli 2006 eröffnet werden konnte, musste es schnell gehen. „Mit meinem Mann und unseren Freunden haben wir die Räume innerhalb eines Monats renoviert und eingerichtet. Wir haben viel Arbeit und Schweiß investiert, aber wir haben es geschafft“, erinnert sie sich stolz.
„Ich nehme die Waren in Kommission an“, erklärt Peggy Kürth. „Wenn ich sie verkaufe, bekommt der Bringer das Geld.“ Sachen, die nicht wieder abgeholt werden, spendet die Chefin für wohltätige Zwecke.
Die junge Frau, die am 13. Februar 1979 in Leipzig geboren wurde, wollte ursprünglich in die Textilbranche, wurde dann jedoch Fleischfachverkäuferin. Nach dem Abschluss arbeitete sie gut ein dreiviertel Jahr in ihrem Beruf, ehe sie sich ins Babyjahr verabschiedete. „Die Familie steht bei mir an erster Stelle.“
Nach einer ABM und drei Jahren als Filialleiterin riet ihr ein guter Freund und die Familie, es mit einem eigenen Geschäft zu versuchen. Eine Gaststätte ging nicht, also versuchte sie es mit dem An- und Verkauf. „Mit der ersten Lohnsteuererklärung habe ich erst realisiert, dass ich tatsächlich selbstständig bin. Jetzt kennen mich auch schon viele Leute“, erzählt Peggy Kürth.
Der Laden wird gut angenommen, der Kundenstamm bewegt sich im vierstelligen Bereich. Inzwischen kommen nicht nur Menschen, die etwas weniger im Portemonnaie haben. Die Chefin geht in ihrem Beruf auf. Dieses Engagement spürt man.
Nun hofft sie, dass es mit „mini-maxi“ weitergeht wie bisher. „Eine Angestellte wäre schön, die mir zur Hand gehen könnte“, überlegt Peggy Kürth, die bereits eine neue Geschäftsidee ausbrütet. Sie würde gerne ein zweites Geschäft eröffnen und sich damit einen alten Kindheitstraum erfüllen: „ein Geschäft für Übergrößen“, erklärt sie und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich bin ja selbst etwas üppiger“.