MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dieter Kühnel

Seine Aktion Sorgenkinder

Dieter Kühnel

Diplom-Ingenieur
Drosselweg 15
01968 Senftenberg

1940 in Dresden geboren, besuchte Dieter Kühnel dort die Schule bis zur 8. Klasse, wechselte dann auf die Oberschule in Heidenau (1954-56) und studierte anschließend vier Jahre in Senftenberg, schloss 1960 als Diplom-Ingenieur für Tagebautechnik ab. In den Tagebauen Niemtsch und Meuro des Braunkohlekraftwerks „Franz Mehring“ Brieske wirkte er bis 1966, dann wechselte er in das Projektierungs- und Konstruktionsbüro Braunkohle in Großräschen. Hier war er an den Planungen für weitere Tagebauprojekte in der Lausitz beteiligt (Meuro, Jänschwalde). Mit dem Ende der DDR 1990 gab es auch in diesen Bereichen Umorientierung. Ihn führte dies für zwei Jahre in eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) zur Gefährdungsabschätzung und Begutachtung von Umweltverdachtsflächen. 1992 wurde er Umweltverantwortlicher der BUL Bergbau- und Landschaftssanierung GmbH Brandenburg. Bis 1997 konnte er sein großes fachliches Wissen einbringen bei der Renaturierung ehemaliger Tagebaugebiete. Seitdem darf er seine Bergbaurente genießen, bringt sich aber weiter und engagiert in das Leben ein. Aus eigener Betroffenheit war ihm seit vielen Jahren die Förderung behinderter Menschen vertrautes Terrain. 1960 hatte er seine Frau Ingrid geheiratet, ihr einziges Kind, ein Sohn, kam geistig behindert zur Welt. Kühnels fanden sich mit der Situation nicht ab. Dass es ab 1976 in Senftenberg einen Kindergarten für diese jungen Menschen gab, war auch das Verdienst eines engagierten Vaters wie Dieter Kühnel. Im November 1993 entstand unter seiner Mitwirkung eine Werkstatt für Behinderte in Brieske-Ost, anfangs mit sechs Mitarbeitern und 27 zu betreuenden Menschen. Finanzielle Unterstützung kam u. a. aus Mitteln der Aktion Sorgenkind, heute sitzt das DRK mit im Boot. Inzwischen firmiert die Einrichtung als Integrationswerkstätten gGmbH Niederlausitz. Als Gesellschafter und Vorsitzender des Fördervereins agierte Dieter Kühnel bis März 2013. Inzwischen konnte er Anteile und Vorsitz an eine geeignete, jüngere Mitstreiterin weitergeben. Der Arbeit mit seinen Schützlingen bleibt er weiter verbunden, insbesondere im Bereich Behindertensport. Seine Fußballmannschaft wurde siebenmal brandenburgischer Landesmeister der Behinderten, belegte auch bei den Deutschen Meisterschaften wiederholt gute Plätze. Mit Freude geben die erfolgreichen Spieler an, dass sie ihr Tor „für ihn“ geschossen hätten.
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