MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Frieda und Heinz Kutzner

„Wer die Menschen liebt, hat immer eine große Familie.“ (Fernöstliche Weisheit)

Frieda und Heinz Kutzner

Ostrauer Weg 2
06193 Petersberg OT Brachstedt
Fon: 034604 / 20475

Frieda Kutzner (geb. Köstler) wurde 1948 als Tochter einer Aussiedler-Familie (Ukrainerin und Deutschstämmiger Vater) in Klitzschena geboren. Die Geschichte ihrer Eltern kennt sie nur aus Erzählungen. Diese und ihre Schwester Stefanie (geb. 1933) verließen die Ukraine 1940. Über Wartegau / Polen, wo sie fünf Jahre lebten und wo der Bruder Adolf 1943 geboren wurde, erreichten sie Deutschland, siedelten sich in Klitschena an. Hier wurden die Geschwister Annemarie (1946) und Irma (1950) geboren. Im Jahr 1950 erfolgte die Übersiedlung nach Schrenz. Hier erhielten sie eine Neubauernstelle und konnten so ihr Leben neu einrichten. 1956 erblickte Bruder Andreas das Licht der Welt. In der kinderreichen Familie gelang es für alle eine gute Ausbildung zu erreichen. Vier Kinder besuchten die Erweiterte Oberschule, studierten nach dem Abitur an Universitäten und Hochschulen. „Wir waren keine reiche, aber eine glückliche Familie“ berichtet Frieda Kutzner aus ihrer Kindheit und davon, dass dieser familiäre Zusammenhalt bis heute anhält. Frieda Kutzner studierte an der Fachschule für Außenwirtschaft in Berlin, und erlangte den Abschluss als Außenwirtschaftsökonom (nachdiplomiert: Diplom-Betriebswirtin). Im VEB Metallleichtbaukombinat Halle arbeitete sie von 1971–1991. Während dieser Zeit wurden zwei Söhne geboren: Matthias (1973, Architekt) und Sven (1977, Dipl.-Ing.). Im Jahr 1970 hatte sie ihren Mann Heinz geheiratet. Die Eheleute bauten gemeinsam ein Eigenheim in dem sie noch heute glücklich wohnen. Sie sind also alteingesessene Brachstedter. Heinz Kutzner wurde 1947 geboren und zeitig war klar, dass er in die Fußstapfen seiner Vorfahren treten und Müller werden würde. Der aus dem Sudetengau stammende Großvater hatte die Mühle Anfang der 30-er Jahre auf einem erworbenen Grundstück in Brachstedt erbaut. Sein Sohn führte die Mühle weiter und Heinz Kutzner wuchs so zeitig in das Metier hinein. Nach der Schulzeit lernte auch er den Müller-Beruf, arbeitete in einer Mühle in Gransee. Als Vater Willi erkrankte, kehrte er nachhause zurück und übernahm die Mühle. 1971 legte er die Meisterprüfung ab. Mit der Wende erweiterte Heinz Kutzner den Mühlenbetrieb um einen Fuhrbetrieb (1990). Im Jahr 1991 wurde die Mühle stillgelegt und alle Kraft in den Fuhrbetrieb gesteckt, der an neuem Standort in Brachstedt entstand. Dieser wurde stetig erweitert: Lkws wurden gekauft, Werkstatt und Lagerhallen errichtet, Mitarbeiter (Kraftfahrer, Schlosser, Bürokräfte) wurden eingestellt. Der Betrieb lief sehr erfolgreich von 1990– Juli 2015. Er wuchs mit seinen Aufgaben und dem zunehmenden Kundenzuspruch. Es hätte noch lange so weitergehen können, doch die Eheleute wollten aus Altersgründen kürzer treten, die Verantwortung in jüngere Hände legen. Ein Unternehmensnachfolger fand sich jedoch nicht, weshalb die Aufgabe des Unternehmens im Jahr 2018 veranlasst wurde. Nun ist mehr Zeit für die persönlichen Hobbys, für die Familie und insbesondere die drei Enkelkinder.
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