MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Horst und Rosemarie Kühn

Der Tanz in den Mai dauert bis heute

Horst und Rosemarie Kühn

Schmied
Handelskauffrau
Schubertstr. 17
09337 Hohenstein-Ernstthal
Fon: 03723 / 413405

Während Horst Kühn der Heimatstadt stets treu bleiben konnte, wurde Frau Rosemarie zwar ebenfalls in Hohenstein-Ernstthal geboren, verbrachte Kindheit, Jugendzeit und erste Berufsjahre jedoch in Mecklenburg. Horst Kühn (Jahrgang 1951) wuchs mit zwei jüngeren Geschwistern auf. Ab 1958 besuchte er die Pestalozzischule, die er 1968 mit der 10. Klasse abschloss. Beim Meister Hans Kirsch in Gersdorf absolvierte er eine Lehre als Schmied. Unmittelbar danach griff ihn die Armee zum Pflichtwehrdienst. 1972 begann er bei der damals noch privaten Straßenbaufirma von Heinz Pohl, die wenig später in einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) aufging. Als mit dem Ende der DDR die PGH obsolet wurde, agierte die Firma wieder privat, später vom Junior übernommen. Doch zwei Insolvenzen setzten der Werkstatt zu. Horst Kühn wechselte deshalb zur Schmidt-Bau GmbH Augustusburg, kam dann über eine Leiharbeitsfirma zu RMB Bohrtechnik Lichtentanne, freute sich, als der Betrieb ihn in Festanstellung übernahm. Die körperlich schwere Arbeit, weitgehend auf Montage, ließen ihn aber nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten. Diese fand er nach drei Jahren bei der Firma Bühnenconcept U. Lange E. K., wo er als Hausmeister gebraucht wurde, auch nach der Berentung noch im Minijob tätig ist. Als Rosemarie Schuster wurde seine Frau 1953 geboren. Noch in ihrem ersten Lebensjahr verzog die Familie nach Schweez (zwischen Güstrow und Laage). Hier wuchs sie im Kreis von acht Geschwistern auf. Die Schule besuchte sie anfangs im Nachbarort Jahmen, ab der 5. Klasse in Diekhof. Nach Abschluss der 10. Klasse begann sie eine Lehre Handelskaufmann beim VEB Getreidewirtschaft in Güstrow. Beim täglichen Weg am frühen Morgen von Schweez zur Bushaltestelle hatte sie im familiären Hund einen treuen Begleiter, der dann selbständig den Weg nach Hause fand. Nach der Ausbildung arbeitete sie noch fünf Jahre für den Betrieb, dann kam ein junger Mann aus Hohenstein-Ernstthal zu Gast ins Dorf und beim Tanz am 1. Mai 1974 freundete man sich an. 1975 zog sie wieder in ihre Geburtsstadt. 1976 wurde geheiratet, 1979 wurde Sohn Michael geboren. Rosemarie Kühn arbeitete beim VEB Möbelstoff und Plüschwerke in Hohenstein-Ernstthal in der Verwaltung. Als 1988 ihrem Wunsch nach verkürzter Arbeitszeit nicht entsprochen wurde, wechselte sie in die örtliche Druckerei, bei der sie auch blieb, als diese nach dem Ende der DDR privatisiert wurde. Ab 2009 bis zum Ruhestand 2016 wurde die Arbeit in einem Seniorenheim bei der Pflege betagter Menschen zur Herausforderung. Familie Kühn schätzt ihren Garten. Horst Kühn verfolgt mit Freude die Rennen auf dem „Sachsenring“, war von 1990 bis zum Jahr 2014 beim Kegelverein wettkampfmäßig aktiv, seitdem kegelt er nur noch zum Vergnügen.
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