MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gertrud und Erhard Kübeck

Über Umwege nach Mecklenburg

Gertrud und Erhard Kübeck

Krankenschwester
Berufsschullehrer
Am Sannbruch 17
17094 Burg Stargard

Für Gertrud Kübeck begann der Eintritt in die Welt 1944 im böhmischen Oberlipka (Sudeten). Als Jüngste von drei Geschwistern wurde sie mit der Familie 1946 ausgesiedelt, fand im thüringischen Großbrüchter Aufnahme. Die junge Gertrud besuchte dort die Schule bis zur 8. Klasse. Den Abschluss der 10. Klasse konnte sie an der Schule in Ebeleben folgen lassen. Danach begann sie eine Lehre als Krankenschwester in Sondershausen, die sie 1964 abschließen konnte. Am dortigen Krankenhaus blieb sie, bis Familiengründung und die Chance, in Neubrandenburg eine Wohnung zu bekommen, neue Überlegungen nahelegten. In den vier ersten Jahren ab 1971 in Neubrandenburg arbeitete sie als Krippenerzieherin, wechselte 1975 ans Krankenhaus, konnte ihren Abschluss als Stationsschwester machen und agierte als solche dann lange Jahre am 1980 neu gebauten Klinikum auf der Station der Unfallchirurgie. Bevor sie im Jahr 2006 in Rente ging, wirkte sie die letzten zwei Jahre in der Ambulanz. Erhard Kübecks Weg begann 1942 im oberschlesischen Krenau. Auch hier führte 1945 die Flucht der Familie nach Thüringen. Über Weimar ging es 1947 nach Schmalkalden, nach Kindergarten und Grundschule folgte die Oberschule (mit einem fachlich und menschlich prägenden Klassenlehrer) bis 1960. Obwohl er die Tendenz hatte abzugehen, bestand die Mutter auf einem Abiturabschluss, den er dann auch erreichen konnte. Am Pädagogischen Institut in Erfurt studierte er von 1961–1965, spezialisiert auf Mathematik und Physik. Dann führte ihn sein erster Einsatz als Lehrer nach Sondershausen an die Berufsschule. Um mehr Praxisbezug vermitteln zu können, empfahl man dem jungen Mann eine begleitende Lehre. 1968 konnte er die Facharbeiterprüfung als Elektromonteur ablegen und sich damit gleichzeitig ein neues Unterrichtsfach erschließen. 1971 wechselte er nach Neubrandenburg an die Betriebsberufsschule des Kombinates Ascobloc, 1974 an die benachbarte Bildungseinrichtung der Wasserwirtschaft. Die theoretische Ausbildung wurde 1990 von der Stadt übernommen, ab 1993 als berufliche Schule für Wirtschaft, Handwerk und Industrie, an der Erhard Kübeck bis 2006 als stellvertretender Schulleiter wirkte. Das Ehepaar (Heirat 1969) freut sich an den beiden Töchtern und fünf Enkelkindern, ist weiter sportlich (früher Wintersport/ Langlauf, heute Gesundheitssport) und gärtnerisch aktiv, er ist Vorsitzender eines Kleingartenvereins.
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