MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Emil Kühne

Gastronomie als Lebenswerk

Emil Kühne

Landrain 54
06118 Halle / Saale
Fon: 0345 / 5230811

Emil Kühne kam am 30.04.1935 in Lettewitz (Saalekreis) zur Welt. Nach achtjähriger Schulzeit absolvierte er 1949 eine Lehre als Kesselschmied, obwohl sein eigentlicher Berufswunsch Koch war. Die auf drei Jahre angesetzte Ausbildungszeit konnte Emil Kühne aufgrund guter Leistungen um ein Jahr verkürzen. Er arbeitete anschließend in der Maschinenfabrik und als FDJ Funktionär. Der Traum, zur See zu fahren, ließ sich durch eine angeborene Höhenangst nicht verfolgen. Nach drei Jahren Armeezeit ergab sich für Emil Kühne doch noch der Einstieg ins Gastronomiegewerbe als Bereichsleiter Gaststätten im HO–Saalekreis. Von 1961–1965 absolvierte er ein Studium an der Fachschule in Dresden und schloss es als Binnenhandelsökonom ab. Wenig später war er es, der in Halle–Neustadt das Projekt „Gastronom“ mit entwickelt und eröffnet hat: eine Gaststätte, die das gesamte Spektrum von der Schulspeisung bis zur Nachtbar unter einem Dach abdeckte. Im Anschluss an diese spezielle Herausforderung arbeitete er als Arbeitsökonom und ab 1969 als gastronomischer Direktor im Interhotel Stadt Halle. Auch die Ausgestaltung von Staatsempfängen, wie alle gastronomischen Veranstaltungen der 10.Weltfestspiele 1973 und des 25.Jahrestages der DDR 1974 in Berlin oblagen seiner Verantwortung im Zentralen Organisationskomitee. Danach beteiligte sich die DDR am Bau einer Erdgastrasse und Emil Kühne, der sowohl Erfahrungen in der Gemeinschafts– wie auch der Spitzengastronomie aufweisen konnte, bekam das Angebot, ab 1975 als Abteilungsleiter Handel / Speisenproduktion an die Trasse zu gehen. Er baute dort die ersten Großküchen mit auf und war bis 1979 als Fachdirektor unterwegs, wobei er für die gesamten Versorgungsobjekte verantwortlich zeichnete. Nach seiner Rückkehr arbeitete er wieder im Interhotel Stadt Halle. Weitere Auslandsprojekte für eine zweite Erdgastrasse sowohl in der Ukraine als auch für 1,5 Jahre im Ural als Direktor der kompletten Versorgung mit einer beispiellosen Organisationsleistung folgten bis 1987. Insgesamt arbeitete er 9,5 Jahre in der ehemaligen UdSSR. Danach übernahm er die Funktion des Kaderleiters, wechselte im Anschluss zur HO, um als neues Großprojekt die Schulspeisung mit zu reorganisieren, übernahm das Klubhaus der Gewerkschaft bis zu dessen Verkauf und ging nach einem erfüllten Arbeitsleben in Rente. Emil Kühne blickt voller Stolz auf seinen Lebensweg zurück. Hochachtung gilt vor allem seiner Frau Sigrid (Hochzeit 1960), die ihm während seiner Auslandsaufenthalte den Rücken freigehalten und die drei gemeinsamen Kinder Steffi (1960), Thomas (1965) und Lars (1968) allein groß gezogen hat. Den gemeinsamen Lebensabend verbringt das Ehepaar Kühne am liebsten in ihrem Harzer Bungalow, freut sich über vier Enkel und vier Urenkel und genießt die Zeit mit dem Wunsch nach einer stabilen Gesundheit für die kommenden Jahre.
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