MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Martina und Klaus Kühn
Zwei Leben in Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Sauberkeit und Hilfsbereitschaft
Inhaberin Pension Kühn
Polizist
Ernst-Thälmann-Str. 51
06803 Bitterfeld-Wolfen
OT Greppin
Fon: 03493 / 42452
Fax: 03493 / 23906
Mobil: 0177 / 2596660
E-Mail: martina-carola(at)web.de
Martina Kühn, 1959 geboren, erlangte den Abschluss der 10. Klasse und den Facharbeiterbrief als Verkäuferin, bevor sie als solche im Handel die Arbeit aufnahm. Unterbrochen von einer Tätigkeit in der Sparkasse, blieb sie der verkäuferischen Tätigkeit treu, bekam Verantwortung als stellvertretende Verkaufsstellenleiterin übertragen. Mit der Wende und Übernahme der Verkaufsstelle durch Reichel und Spar, fiel auch sie dem Abbau des Personals zum Opfer, wurde arbeitslos. In der Bäckerei Hanika erlebte sie noch mal Beschäftigungszeit, wuchs mit den Aufgaben, die man auch leitungsmäßig an sie stellte. 2001 erneut arbeitslos geworden, nutze sie alle angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen zur eigenen Entwicklung. Gute Vorbereitung, denn 2003 kauften die Kühns eine Pension, die Martina Kühn seither erfolgreich führt und sich damit einen Traum erfüllte. Ehemann Klaus unterstützt seine Frau. Er ist alteingesessener Bitterfelder. 1954 hier geboren, die Schule besucht und im Braunkohlenkombinat Schlosser für Apparate und Geräte gelernt, verließ er die Region nur während seiner dreijährigen Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei und des ersten Dienstantritts in der BDVP (Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei). Als Waffenwart und Spieß hatte er bei der Bereitschaftspolizei gewirkt und ab Oktober 1977 als Waffeninstandhalter bei der BDVP Halle angefangen. 1980 ließ er sich nach Bitterfeld versetzen, da hier immer noch sein Wohnort war. Sein Einsatz erfolgte als Waffenmeister in der Waffenkammer des VPKA Bitterfeld (Volkspolizei-Kreisamt), denn 1978–1980 hatte er im Zivilsektor die Meisterschule zum Meister für Landtechnische Instandhaltung absolviert, die der erforderlichen Qualifikation für diese Stelle entsprach. Mit der Wende 1990 erlebte er den Unterschied zwischen der DDR und der BRD beruflich so: In der DDR lebte man in einer Misswirtschaft, aber mit klaren Regeln. In den neuen Bundesländern der BRD hatte dann jeder was zu sagen, wurden temporär ständig neue Entscheidungen getroffen, die sich zusammenfassen lassen mit dem Fazit: Heute aufbauen, morgen niederreißen, egal was es kostet und wen es betrifft. Strukturen änderten sich mit jedem Regierungs- und Ansichts-Wechsel. Er selbst war in diesem Zusammenhang in der Inspektion Dessau mit dem Sachgebiet Waffeneinsatzmittel befasst, Schutzpolizist auf den Polizeistationen Zörbig und Greppin, Stationsleiter der Polizeistation Holzweißig und Pouch und schließlich Kontaktbeamter in Bitterfeld, bis er 2014 in den Ruhestand versetzt wurde. Die Söhne Michael und Andreas sind in die Fußstapfen des Vaters getreten. Sie sind heute gemeinsam selbstständig mit einem Sicherheitsdienst und in der Kampfmittelsanierung. Die Familie ist den Kühns wichtig und ihr Zusammenhalt demonstriert sich auch im gemeinsamen Hobby – dem Schießsport im Bund der Militär- und Polizeischützen SG Bitterfeld. „Mensch bleiben“ wollen sie und gesund noch viele gemeinsame Jahre verleben.