MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Josef A. Kutschera
Freiheit der Fantasie
Gestalter, bildener Künstler Am Kiebitzmoor 26 18190 Sanitz Fon: 038209 / 80570 Internet: www.gestaltung-kutschera.de
Das nordböhmische Chomutov ist die Geburtsstadt von Josef A. Kutschera. Zwei Jahre ist er alt, als seine Familie 1950 nach Mecklenburg ausgesiedelt wird. Dort besucht er die Polytechnische Oberschule und beginnt danach seine Ausbildung, die er 1972 als Meisterschüler der Offset-Lithographie erfolgreich abschließt. Darin begründen sich Genauigkeit und handwerkliches Geschick seiner später entstandenen künstlerischen Arbeiten. Mehrere Jahre ist Kutschera noch in einer Druckerei tätig, bevor er sich mehr zur künstlerischen Arbeit hingezogen fühlt. Die Absolvierung der Kultur-Akademie Rostock, Fachbereich Malerei / Grafik erlaubt ihm die Lehrtätigkeit. Bis 1993 übt der Künstler diese viele Jahre in der Fachrichtung Druckgrafik / Drucktechnik in der Volkshochschule Rostock und im Kulturhaus der WW in Warnemünde aus. 1983 gründet er die Gruppe „Grafik & Druck“ in Warnemünde und leitet sie ein Jahrzehnt. Im künstlerischen Prozess entstehen erste Studien für Objekte aus den Medien Papier, Kunststoff und Metall. „Faltendes Gestalten“, - diese Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Materialien begleitet ihn bis in die Gegenwart. Ab 1990 ist Josef A. Kutschera mehrere Jahre als Verlagsgrafiker tätig. An der Studiengemeinschaft Darmstadt macht er das Diplom, Fachrichtung Werbegrafik/Design. Die Arbeit an seinem Werbelexikon beendet der Autor 2005, dass der ZV-Verlag Berlin bundesweit veröffentlicht. Der Künstler bewirbt sich 2007 um die Aufnahme in den Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und wird aufgenommen. Immer für neue Sichtweisen offen, nutzt er 2010–2011 die Möglichkeit zur Absolvierung der Meisterklasse bei Prof. Sonnewend im Fachbereich Malerei/Grafik in Bochum. Sein Beitritt zum Rostocker Kunstverein erfolgt 2012. Kutschera bezeichnet sich selbst als Gestalter für Fläche und Raum und will sich damit nicht nur auf einen Bereich festlegen. Form ist sein Sprachmittel und wird bewusst eingesetzt. Nicht das Abbilden, sondern Erfinden und Gestalten lassen Variationen aus den Materialien Papier, Leinwand, Holz, Gips, Kupfer, Bronze und Stahl entstehen. Der Künstler nimmt keinerlei Rücksicht auf Wohlgefallen, doch seine Werke verdeutlichen, welche Freiheit die menschliche Fantasie hat, – vorausgesetzt man nutzt sie. Deutschlandweit präsentiert er seine Werke, die sich auch im kommunalen und Privatbesitz befinden. Im Vordergrund seiner Arbeit steht immer der künstlerische Prozess, erst dann die Präsentation. Außerhalb des Ateliers genießt der Wahl-Sanitzer mit seiner Frau Angela die Natur, liebt Theaterbesuche und ist gerne bei seinen Kindern und der Enkelin in Hessen.