MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Doris Küffner
Et hätt noch immer joot jejange (Kölsch)
Organisationsleiterin im „Rehazentrum Märkisches Viertel“
Senftenberger Ring 3A
13439 Berlin
Fon: 030 / 40728888
In Cölle am Ring, da kam sie zur Welt, wo schon jar niemand uff de Mund jefallen is, wie man beim obigen Spruch schon zu ahnen beginnt. Am 25. Februar 1953 ist die Doris Küffner dort geboren. Nach Berlin kam sie erst mit 45 Jahren, im Jahre 1998, infolge beruflicher Versetzung ihres damaligen Ehemanns.
Von diesen „Exemplaren“ hatte sie gleich zwei, und zweimal wurde sie folglich auch geschieden. Immerhin hat sie eine Tochter aus den Tagen ihrer vergangenen Beziehungen, und die kann ihr keiner mehr nehmen, kein Gott und kein Gericht. – Ach, wie sagt doch der Kölner oder in diesem Falle die Kölnerin: Et hätt noch immer joot jejange!
Als junges Mädchen ging sie zur Realschule in Köln und ließ sich dann bis 1975 zur Staatlich geprüften Gymnastiklehrerin ausbilden. Drei Jahre lang arbeitete sie in diesem Beruf in einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis in der Rheinstadt, anschließend folgten zwanzig Jahre, also zwei ganze Jahrzehnte, Tätigkeit als Masseuse und Gymnastiklehrerin im Kurbad Marienburg in Köln. In diese Zeit fallen auch ihre Aktivitäten für den Kölner Karneval. Mit den Kindertanzgruppen von Sitzung zu Sitzung zu ziehen, in dem Veedelszug und Rosenmontagszug mitzugehen, die Stimmung mit den anderen zusammen anzuheizen, das war ihr „us Spaß an der Freud“ wichtig.
Der schon erwähnte Umzug damals nach Berlin brachte auch eine berufliche Veränderung mit sich: Doris Küffner ließ sich umschulen und wurde nach zehn Monaten Fachassistentin für Management und machte dann ein Praktikum bei ihrem jetzigen Arbeitgeber.
Angestellt ist sie nun im Rehazentrum Märkisches Viertel, einem renommierten Zentrum für Rehabilitation und Prävention mit den Schwerpunkten Orthopädie und Traumatologie. Letzteres sicher auf Hochdeutsch und nicht in Kölsch! Oder?
Was ihre Stärke ist und schon immer war, das ist, auf einen Punkt gebracht, ihr Engagement für die Patienten. Das liest sich so leicht, aber es steckt doch ein immenses Pensum an Arbeit, Geduld und auch Liebe zu den Menschen dahinter. Doch für diesen Beruf, nämlich für andere Menschen da zu sein und ihnen zu helfen, dafür hat sie sich schon relativ früh entschieden.
Über 45 Mitarbeiter verfügt zurzeit das Rehazentrum im Märkischen Viertel im Süden Berlins als Tagesklinik. Ihre Unternehmensphilosophie lässt sich auf drei Worte reduzieren: Zeit für Gesundheit. Was sie von anderen ähnlichen Einrichtungen unterscheidet, ist das gute Betriebsklima.
Als Freizeitausgleich dient das Reiten; ja, ihr größter Wunsch ist, einmal ein Leben auf einem Bauernhof mit Pferdezucht. – Das dürfte am pferdeverwöhnten Niederrhein das Problem nicht sein. Seit sechs Jahren neu entdeckt und indessen sehr geliebt ist das Wasserwandern auf der Mecklenburger Seenplatte.