MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Helga und Hans-Jürgen Kurth
„Immer nach vorne schauen!“
In Erwartung einer schönen Reise
Zum Seeblick 12
04838 Jesewitz OT Groitzsch
Dass sie einmal gern auf dem Dorf wohnen würde, hätte sich Helga Kurth in jungen Jahren nicht vorstellen können. Längst ist die gelernte Technische Zeichnerin in Jesewitz, Ortsteil Groitzsch in Sachsen, angekommen. Mit ihrem Ehemann Hans-Jürgen (ausgebildeter Stahlbauschlosser) ist Helga Kurth seit 1967 glücklich verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder und vier Enkel. Sohn André wurde 1967 geboren. Er arbeitet als Bauleiter und ist in der Region geblieben. Mit seiner Familie wohnt er mit im elterlichen Haus. Tochter Annett kam 1970 zur Welt. Sie ist Medizinisch-Technische Assistentin und lebt im bayerischen Königswinter. Helga und Hans-Jürgen Kurth, die das Fest der goldenen Hochzeit 2017 gefeiert haben, blicken heute als Rentner voller Stolz auf ihre Lebensleistungen und auf ihre Familie. Sie erblickte 1944 in Wechselburg bei Rochlitz in Sachsen das Licht der Welt und wuchs unter vier Geschwistern auf. Helga Kurth ging in Leipzig zehn Jahre zur Schule und lernte danach zwei Jahre bei Montan Leipzig. Als Technische Zeichnerin wurde sie von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen . Bis zur Wende arbeitete sie im Ingenieurbüro. Von 1992-2004 war Helga Kurth im Vertrieb der Leipziger Volkszeitung (LVZ) beschäftigt. Danach ging sie mit 60 Jahren in Rente. Sie ist in einem Fitness-Sportverein, hat viel Bewegung auch durch die Enkelkinder sowie Haus, Hof und Garten. Auch ihr Mann Hans-Jürgen, geboren 1944 in Leipzig, arbeitete bei Montan Leipzig, nachdem er nach seiner Schulzeit im Förderanlagenbau Leipzig eine Ausbildung (drei Jahre) zum Stahlbauschlosser absolviert hatte. Als Arbeitskollege ihres Bruders ging Hans-Jürgen in Helgas Elternhaus ein und aus – so lernten sich beide kennen. Ihr gemeinsames Leben sollte durch Hans-Jürgen Kurths erneuten betrieblichen Wechsels abwechslungsreich werden. Denn der Familienvater, der für den Zementanlagenbau Dessau auf Montage arbeitete, wurde zu DDR-Zeiten für den Aufbau einer Gießerei in Syrien und in Algerien gebraucht. Zeitweise gingen Frau und Kinder mit. Die Dienstjahre in einem anderen Kulturkreis werten Helga und Hans-Jürgen Kurth als Bereicherung ihres Lebens. Sie seien stets herzlich aufgenommen worden. Die Kinder besuchten in Damaskus eine deutsche Schule, doch das Heimweh wuchs, so dass Frau und Kinder früher nach Hause zurückkehrten. So besuchte Helga Kurth ihren Mann als Urlauberin. Beide haben sie einen Leitspruch: „Immer nach vorne schauen“. Ursprünglich wollten sie eine große Amerika-Reise machen, wofür sie kräftig gespart hatten. Doch dann ließen sie ihren Plan sausen, suchten sich ein Grundstück und bebauten es. Diese Entscheidung haben Helga und Hans-Jürgen Kurth nie bereut. So gibt es immer etwas zu tun. Regelmäßig treffen sie sich noch mit ehemaligen Arbeitskollegen, das ist bei ihnen Tradition. Neben Haus, Hof und Garten sowie Enkelbetreuung lesen beide auch gern. Was sie sich für die Zukunft wünschen, ist Gesundheit.