MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Chemiker Günter Kunze
Familie, Sport und naturwissenschaftliche Leidenschaft
Fachchemiker der Medizin
Deichplatz 2
06846 Dessau-Roßlau
Fon: 0340 / 617513
Fax: 0340 / 6611581
E-Mail: g-kunze(at)onlinehome.de
Im Pensionärsstand wurde es möglich, mehr Zeit mit Familie, Freunden und früheren Studienkollegen zu verbringen. Besonders seine harmonische Familie ist glückbringend und die gemeinsamen Stunden mit Ehefrau Barbara, den Kindern Alexander und Claudia sowie zwei Enkelkindern verkörpern den Lebensschatz.
Dem Sport zugetan, betreibt der frühere Handballer und noch aktive Segler, der an Wettkämpfen auch außerhalb der DDR, z. B. in Leningrad oder Tallin, teilnehmen durfte, das Skifahren noch heute.
Getrieben von Ehrgeiz im besten Sinne des Wortes, gestaltete sich die von naturwissenschaftlicher Leidenschaft getragene Karriere zum Lebensmittelpunkt.
An der Zentralausbildungsstätte des Mineralölwerks Lützkendorf widmete er sich einer Ausbildung zum Laboranten und vermittelte als Lehrling des Vertrauens zwischen Deutschen und Ausländern.
Die Forschungsabteilung des Hydrierwerkes Zeitz lieferte einen ersten Arbeitsplatz, bis er zum Studium der Chemie an die Universität Greifswald ging und diese 1962 diplomiert verließ.
1963, in der Filmfabrik Wolfen wiederum in der Forschung tätig, entwickelte Herr Kunze Substanzen, die die Empfindlichkeit von Röntgenfilmen erhöhte.
In Dessau eine Wohnung erhaltend, setzte er seine Arbeit als Leiter des klinisch-chemischen Labors der Bezirks-Blutspende-Zentrale Dessau fort und wirkte an einem Projekt des Zentralen Blutspendedienstes der DDR an der Humboldt-Universität Berlin mit. Das anvisierte Ziel wurde davon geprägt, HLA-Antigene von Lymphozyten zu bestimmen, die für Transplantationen von enormer Wichtigkeit sind. Voraussetzung dafür war, Mikrozytotoxtestkammern sowie die dazugehörigen Mikroskope zu entwickeln.
Ein weiteres Projekt beinhaltete die überlebenswichtige Tiefkühlkonservierung von Blutkonserven sowie ausgewählter HLA-typisierter Lymphozytenantigene.
Nach der Wende beteiligte sich Herr Kunze am Aufbau des Knochenmark-Spende-Registers Sachsen-Anhalt und wurde Mitglied des zentralen Knochenmark-Spende-Registers in Ulm und beteiligte sich mit Unterstützung der renommierten Carreras-Stiftung an der Entwicklung der Stammzellentransfusion, um leukämiekranke Menschen heilen zu können.
Seine Forschungsergebnisse dokumentierte der Akademiker in zahllosen Forschungsberichten und avancierte zum Fachchemiker der Medizin auf dem Gebiet des Blutspende- und Transfusionswesens sowie der Klinischen Chemie.
Seit 2002 berentet, sind seine Vorlieben für Familie, Sport und Naturwissenschaft als Dreigestirn zum Primat verschmolzen.