MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dieter Kurth
Ein Mann der Tat
Alte Tauchaer Str. 15
04288 Leipzig
Fon: 034297 / 43983
Dieter Kurth wurde am 04.08.1939 im sächsischen Markkleeberg geboren. Sein Vater arbeitete als Schlosser und verstarb 1944 in den Wirren des zweiten Weltkrieges. Die Mutter war Schneiderin und fertigte Handpuppen. Im nahe gelegenen Großpösna besuchte Dieter Kurth acht Jahre die Schule. „Ich hätte danach gern studiert, um Geologe oder Zoologe zu werden. Aber meine Mutter war alleinerziehend mit einem Stundenlohn von 78 Pfennig, und so konnte ich sie mit dem Geld, was ich anschließend in der Lehre verdiente, finanziell unterstützen“, erzählt er. „Ich wurde von 1952–1955 im alten Stötteritzer Lehrbetrieb E. Zimmermann zum Feinmechaniker ausgebildet und habe sehr gern dort gearbeitet. Später waren wir ein Außenbetrieb des VEB Medizintechnik mit Sitz in Leutzsch, haben die eiserne Lunge und verschiedene Röntgengeräte mit entwickelt. Eine Tätigkeit, die ich als unheimlich interessant empfunden habe“, erinnert sich Dieter Kurth. Mit 21 Jahren heiratet er seine Frau Annemarie, eine gelernte Schriftsetzerin. Von 1963–1965 absolvierte er seinen 1,5 jährigen Wehrdienst als Funkorter in einer Spezialeinheit in Hinsdorf bei Dessau. Familie Kurth hat mit Lutz (*1963; Werkzeugmacher) und Kornelia (*1972, Chefsekretärin) zwei Kinder und mittlerweile einen Enkel. Nachdem Dieter Kurth’s Arbeitgeber später nach Gerichshain ausgelagert wurde und letztendlich Konkurs anmelden musste, war er zwei Jahre bei seinem Schwiegersohn, einem selbstständigem Schlosser in Zweenfurth, tätig. Mit 60 Jahren konnte er abzugsfrei in Pension gehen und half nur noch sporadisch mit in der Werkstatt. Seit 1998 ist Dieter Kurth verwitwet. Seine Frau erlag 59-jährig einem Krebsleiden, das wohl auch auf den beruflichen Umgang mit bleihaltigen Substanzen zurückzuführen war. „Anfangs fiel es mir schwer, mich allein zurecht zu finden. Ich habe immer lange gearbeitet und meine Frau hat mich dabei unterstützt, in dem sie sich um Haus, Hof und Garten gekümmert hat“, erinnert er sich. Dieter Kurth stellte sich den neuen Herausforderungen und genießt seit 2002 mit Monika Große, einer ehemaligen Kinderkrankenschwester, die ebenfalls verwitwet ist, eine neue Partnerschaft. „Auch mit ihrer Tochter und deren beiden Kindern verstehe ich mich prima“, freut er sich. In seiner Freizeit engagiert sich der gesellige Rentner im Heimatverein und dem „Hofverein 1813“, wo jedes Jahr im Oktober ein dreitägiges Event anlässlich der Völkerschlacht zu Leipzig initiiert wird. „Da haben wir uns etwas Schönes aufgebaut“, sagt er, der parallel auch gern im Kegelverein, seinem Garten und als Pilzsucher aktiv ist. Für die Zukunft hat Dieter Kurth bescheidene Wünsche. „Gesundheit ist das wichtigste Gut. Wenn ich gesund alt werden darf, wäre mein größter Wunsch bereits erfüllt.“