MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Renate und Karl-Heinz Kunze
König und Königin in Liebe vereint
Näherin und Bürokauffrau i. R.
Landmaschinen- und Traktorenschlosser i. R.
Dahlener Str. 1
04779 Wermsdorf OT Malkwitz
Renate Kunze schätzt an ihrem Mann in besonderem Maße, dass er, in sich selbst ruhend, niemals in Hektik verfällt. Karl-Heinz Kunze wiederum misst dem stets couragierten Auftreten seiner Frau höchste Bedeutung bei und macht ihr das schönste Kompliment, das man sich nur vorstellen kann: „Ich bin noch heute in meine Frau verliebt..“ Seit 1963 verheiratet, sind es indessen 53 glückliche Jahre, auf die zurückgeblickt werden kann. Vervollkommnet wird dieses Glück durch die Töchter Heike und Sylvia, durch drei Enkel und die Vorfreude auf das zweite Urenkelkind, welches in Kürze erwartet wird, kann größer nicht sein.
Geboren wurde Renate Kunze am 17.01.1944 in Lauenburg / Pommern. Nachdem der Vater im Krieg geblieben war, wuchs sie bei ihrer Mutter auf und besuchte die Schule von 1950–1958 in Calbitz. Am Erstlings- und Kinderbekleidungswerk Oschatz (Eko) absolvierte sie ihre Lehre zur Näherin und unterzog sich bis 1979 kräftezehrender Akkordarbeit. Für weitere drei Jahre stieg sie in den Gastronomiebereich ein, kehrte für kurze Zeit zu Eko zurück und begann bei einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. In speziell eingerichteter Nähstube war Renate Kunze zuständig für Neuanfertigungen und Reparaturen der Arbeitskleidung der Angestellten. Mit Auflösung der LPG 1992 nutzte sie eine Umschulung zur Bürokauffrau und arbeitete bis zur Rente innerhalb des Sanitärgroßhandels Hofmann in neuem Beruf.
Karl-Hein Kunze erblickte das Licht der Welt am 09.11.1942 in Mühlberg. 1945 zog seine Familie nach Malkwitz. Nach der Schule nahm er seine Ausbildung zum Landmaschinen- und Traktorenschlosser beim eigenen Vater auf, erhielt 1975 den Meisterabschluss und übernahm 1979 den väterlichen Betrieb.
Material erhielt er damals nur auf Zuteilung und war auf Tausch und Beziehungen angewiesen. Dies änderte sich nach der deutschen Vereinigung schlagartig und teilweise erdrückte die enorme Materialvielfalt. Dennoch führte er sein Geschäft mit Einsatzfreude und Enthusiasmus bis zur Rente 2007.
Für Ausgleich sorgt Freizeit, in welcher sich Karl-Heinz Kunze seinen Kaninchen sowie der schon zu DDR-Zeiten betriebenen Flugentenzucht widmet. Beide Eheleute verfügen als aktive Mitglieder des Schützenvereins über ein schönes Hobby. Renate Kunze wurde die 1. Schützenkönigin nach der Wende und wiederholte diesen Erfolg 2005. Ihr Mann wurde ebenfalls Schützenkönig und einmal sogar Sieger im Ausscheid „König der Könige“. Zusätzlich gehört er dem Heimatverein an.
Renate und Karl-Heinz Kunze pflegen eine wunderbare Tradition. Höhepunkte bilden die Zusammenkünfte mit ihrem Freundeskreis. Die Gruppe kennt sich schon aus Teenangertagen und bis zum heutigen Tage werden Sylvester und Geburtstage in geselliger Runde und mit vielen Erinnerungen gemeinsam gefeiert.