MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Franz Kurka

Ein Glückspilz mit steiler Karriere und umgeben von Frauenpower

Franz Kurka

Polstermeister, Betriebsdirektor und
Unternehmer i. R.
99084 Erfurt

Ein Glückspilz mit kolossalem Organisationstalent, flexibel und klug, holte aus seiner Arbeitszeit stets alles heraus und schaute nie auf die Uhr. Als Ergebnis dessen entwickelte sich eine Karriere sondergleichen und sein permanenter Aufstieg war nicht aufzuhalten. Geboren wurde Franz Kurka am 22.02.1935 in Nemetschken/Sudetengau. 1945 vertrieben, kam seine Familie nach Erfurt. Er setzte den Schulbesuch fort und ergriff eine Lehre zum Werkzeugmacher. Vater hatte sich nach dem Krieg mit einer Polsterei selbstständig gemacht. In dessen Firma stieg der Sohn mit ein, unterzog sich einer Zweitausbildung zum Polsterer und erlangte den Meisterabschluss. In der Handwerkskammer wurde eine Delegation auf seine Exponate aufmerksam und offerierte ihm ein Angebot. Daraufhin wechselte Franz Kurka 1961 ans DAMW – Deutsches Amt für Material- und Warenprüfung. Als Spezialist für Polstermöbel fungierte er als Gütekontrolleur, war zuständig für 150 Betriebe DDR-weit und verfügte schon in jungen Jahren über den eigenen Dienstwagen. Um den halbstaatlichen Betrieb eines unheilbar erkrankten, gut bekannten Firmeninhabers zu übernehmen, zog er 1967 nach Suhl. Fünf Jahre später wurde der Betrieb verstaatlicht, doch Franz Kurka wurde erneut die Leitung dieses volkseigenen Betriebes übertragen. Mit Kombinatsbildung avancierte er zum Direktor für Forschung und Entwicklung. Nach wendebedingter Kombinatsauflösung kam erneut das Glück zu Hilfe. Ein befreundeter Geschäftsmann bat ihn um Unterstützung. Franz Kurka kaufte sich bei ihm als Gesellschafter von „Rhönmöbel Unterweid“ ein. Als Verantwortlicher für Absatz und Einkauf war er beruflich europaweit, teilweise bis hin nach Kanada unterwegs. Zusätzlich erwarben die geschäftstüchtigen Freunde die modernste Küchenmöbelfabrik. Franz Kurka wurde in dieser ebenfalls Gesellschafter und Absatzleiter. Mit 63 Jahren entschied er sich für den Ruhestand, verkaufte seine Anteile und zog sich aus allen Ämtern zurück. Für Rhönmöbel Unterweid fungierte nunmehr Sohn Torsten als Absatzleiter. Leider verunfallte er später tödlich. Trost spenden Ehefrau Helga und Tochter Constanze und mit zwei Enkelinnen und drei Urenkelinnen ist Franz Kurka von Frauenpower umgeben. Familie ist sein ein und alles – und – alpiner Skisport. Er ist Mitglied des Skisportvereins Erfurt, wurde 2015 Stadtmeister sowie 2016 Vizemeister seiner Altersklasse, was mit über 80 Jahren mehr als beachtlich ist. Natürlich verfügte Franz Kurka über eine selbst erbaute Hütte im Thüringer Wald, in welcher mit der gesamten Familie die Weihnachtstage begangen wurden. Und mit genau dieser Familie möchte der Glückspilz noch viele paradiesisch-schöne Jahre verbringen.
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