MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gotthard und Irmgard Kupferschmied

Ein arbeitsreiches und erfülltes Leben

Gotthard und Irmgard Kupferschmied

Landmaschinen- und Traktorenschlosser
Facharbeiterin für Landwirtschaft
Ilkendorf 34

01683 Nossen

Gotthard und Irmgard Kupferschmied kennen sich schon von den Pausen auf dem Schulhof her. Im Jahr 1958 heiraten sie, Tochter Petra wird ein Jahr später geboren, sie arbeitet heute bei der Krankenkasse und hat zwei Kinder. Ihr Bruder Thomas erblickt 1964 das Licht der Welt. Der gelernte Melker und studierte Agraringenieur arbeitet heute als Tiefkühlfrostverkäufer und hat ebenfalls zwei Kinder. Inzwischen gehören drei Urenkel zur Familie. Gotthard Kupferschmied wird 1936 geboren, die Eltern arbeiten in der Landwirtschaft. Als neunjähriger Junge beobachtet er den Feuerschein des alliierten Luftangriffs auf Dresden. Er verlässt nach acht Jahren 1950 die Schule und beginnt eine Lehre auf der Landwirtschaftsschule in Nossen. In dieser Zeit erreicht der Druck auf die Bauern, den vom Staat verordneten Genossenschaften beizutreten, seinen Höhepunkt auch seine Familie ist betroffen. Er selbst besteht mit 19 Jahren die Prüfungen für die Fahrerlaubnis und arbeitet in den folgenden Jahren abwechselnd als Traktorist, Schlosser und Mechaniker. Im Jahr 1979 legt Gotthard Kupferschmied die Meisterprüfung auf dem Gebiet der Landtechnik und Traktorenkunde ab. Die Familie hält auch eigenes Vieh, baut Obst und Gemüse an und erzielt durch deren Verkauf gute Nebeneinnahmen. Gotthard Kupferschmied ist zum Zeitpunkt der gesellschaftlichen Umbrüche im Jahr 1990 54 Jahre. Er verlässt seinen Betrieb und arbeitet anschließend als Hausmeister und schließlich als Wirtschaftsleiter in einem Seniorenheim. Nach einer Hüftoperation geht er 1995 in den Ruhestand. „Ich habe meine Arbeit immer gern gehabt“, blickt Gotthard Kupferschmied auf sein Arbeitsleben zurück. Irmgard Kupferschmied kommt am 18. September 1937 zur Welt, sie spricht selbst von einer armen, aber behüteten Kindheit mit vier Geschwistern. Der Vater kehrt erst 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurück, die Mutter verdient als Landarbeiterin den Unterhalt für die Familie. Nach der Schule geht auch die Tochter sofort „in Stellung“ bei einem Bauern, um die Mutter zu entlasten, nach der Hochzeit zieht sie zur Familie ihres Ehemannes. „Ich habe immer gern auf dem Feld oder im Stall gearbeitet und erlebt, mit welcher Selbstverständlichkeit die Familien für ihre Alten gesorgt haben“, erzählt Irmgard Kupferschmied, die über den heutigen Umgang mit alten Menschen nur den Kopf schütteln kann. Auch die Betreuung der Kinder ist zu DDR-Zeiten kein Problem. Ab 1990 ist sie für die Gemeinde tätig und verdient zu dieser Zeit als ABM-Kraft gutes Geld. Sie freut sich stets von neuem auf die Geburtstagsfeiern in der Familie und die Treffen mit ehemaligen Kollegen. Zu Weihnachten trifft sich die gesamt Familie zum gemeinsamen Essen. Irmgard Kupferschmied wünscht sich vor allem, dass sich die Kinder auch künftig immer einig sind.
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