MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günther und Ditlinde Kuhn

Arbeit mit Engagement

Günther und Ditlinde Kuhn

Schlosser
Industriekauffrau
Wermsdorfer Str. 37
04769 Mügeln
Fon: 034362 / 31990

Als Ditlinde Leidel wurde sie 1950 im sächsischen Mügeln geboren. Als Einzelkind wuchs sie viel bei der Großmutter auf, denn die Eltern, der Vater als Schlosser, die Mutter in der Landwirtschaft, waren durchgängig berufstätig. Ab 1957 besuchte sie die Schule, im ersten Jahr in Mügeln, dann in Altmügeln, wo sie 1967 mit der 10. Klasse abschloss. Die Mitarbeit im überregional bekannten Schulensemble bereicherte diese Zeit. Ihre zweijährige Lehre Industriekaufmann absolvierte sie danach beim VEB Keramik- und Ziegelwerke Mügeln. Lange Jahre arbeitete sie vor allem in der Lohnbuchhaltung. Doch im Jahr 1995 ging die Firma in Insolvenz. Das Arbeitsamt vermittelte ihr noch eine Weiterbildung, doch einen Job fand Ditlinde Kuhn nicht mehr. Da war es ihr recht, als der Orthopäde empfahl, aufgrund langwieriger Beschwerden einen Rentenantrag zu stellen. Seit 1998 bezog sie dann Erwerbsunfähigkeitsrente. Bei einem Lehrgang der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) an der Ostsee hatte sie einst Günther Kuhn aus Leipzig kennengelernt. Auch während dessen Armeezeit hielt sie den Kontakt aufrecht. 1974 wurde geheiratet. Im Jahr 1977 kam Sohn Michael zur Welt, dem 1983 Sohn Thomas folgte. Zwei Enkelsöhne haben inzwischen das Familienleben bereichert. Günther Kuhn war Leipziger seit der Geburt 1951. Im Kreis von drei Geschwistern wuchs er in einer Familie auf, in der der Vater in der Braunkohlenindustrie für den Lebensunterhalt sorgte. Nur die Schule behagte dem jungen Günther nicht so. Später konnte er manches an der Volkshochschule nachholen, das er in frühen Jahren versäumt hatte. Der Schulabbrecher fand eine Lehrstelle mit Teilberufsabschluss, der Facharbeiterbrief als Schlosser war dann im Nachgang möglich. Nach der Lehre blieb er (unterbrochen vom Pflichtwehrdienst) im Ausbildungsbetrieb VEB Bodenbearbeitungsgeräte (BBG) in Leipzig-Lindenau. Mit der Familiengründung stand die Entscheidung an: Mügeln oder Leipzig. Doch der Betrieb seiner Frau bot dieser eine Neubauwohnung der Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG). So zog Günther Kuhn 1975 nach Mügeln und konnte im VEB Mügelner Maschinenfabrik Arbeit finden. Er blieb, als aus dem volkseigenen Werk 1990 die heutige Mügelner Maschinenbau GmbH hervorging, wurde in jenen Jahren von den Kollegen in den Betriebsrat gewählt. Diese Aufgabe neben der eigentlichen Arbeit nahm er viele Jahre wahr, heute engagiert er sich noch immer im Ortsgruppenvorstand der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie. Im Jahr 2014 ging er in Rente. Nun hat er wieder mehr Zeit für seine Modelleisenbahn und für Ausfahrten mit den Oldtimer-Motorrädern.
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