MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Reinfried Kugel
Man muss ein Medium sein, das an sich glaubt
Landessportbund Berlin
Jesse-Owens-Allee 2
14053 Berlin
Fon: 030 / 30002178
Fax: 030 / 300026178
E-Mail: r.kugel(at)lsb-berlin.de
Reinfried Kugel ist gelernter Mechanisator in der Pflanzenproduktion
und war in jungen Jahren als Ringer so erfolgreich, dass ihm der Sportlehrer
zu einem Sportstudium riet. Nach einem vierjährigen Studium an der
„Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport“ (DHfK) in Leipzig
wurde der junge Absolvent 1982 zunächst als Leitungsassistent beim
Deutschen Ringerverband der DDR angestellt. Doch er wollte inhaltlich
mehr leisten als nur „die Aktentaschen für den Generalsekretär tragen“,
wie er heute meint. So suchte er sich nach zwei Jahren selbst eine Arbeit
und kam beim Kreisvorstand des „Deutschen Turn- und Sportbund“
(DTSB) im Berliner Bezirk Mitte unter, wo er 1985 als stellvertretender
Kreisvorsitzender des DTSB verantwortlich für Nachwuchsleistungssport
wurde. In dieser Funktion betreute Reinfried Kugel den Nachwuchsleistungssport
und entwickelte selbst ein Auswahlverfahren, um geeignete
Mädchen und Jungen für den Leistungssport zu gewinnen. Neben dieser
Arbeit ließ er es sich nicht nehmen, ehrenamtlich als Übungsleiter zu
arbeiten. Im Jahr 1989 war Reinfried Kugel als Kreisvorsitzender des
DTSB im Bezirk Berlin-Mitte vorgesehen, doch die politischen Ereignisse
dieses Jahres machten diese Pläne zur Makulatur. Als stellvertretender
Geschäftsführer des DTSB im Ostteil Berlins war er an den
Umstrukturierungsmaßnahmen beteiligt und musste in diesen Monaten
143 Trainer entlassen. Nach kurzer Arbeitslosigkeit war Reinfried Kugel
als Bezirkskoordinator für den Aufbau von ABM-Stellen im Sportbereich
tätig und war für vier Monate der Kraftfahrer von Manfred von Richthofen,
dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB).
„Dieser führte mich im Westen ein, ich ihn in den Osten“, erinnert sich
Reinfried Kugel. Außerdem beriet er in jenen Jahren viele ehemalige
Betriebssportgemeinschaften beim Übergang in das bundesdeutsche
Vereinsrecht. Reinfried Kugel war im Berliner LSB für den Breiten- und
Freizeitsport zuständig. Er baute das „Mobile Team Seniorensport“ auf
und initiierte das Projekt „Der bewegte Sportplatz“, mit dem vor allem
Familien für das Sport treiben gewonnen werden sollen. Er initiierte
und setzte das Projekt „Der bewegte Spielplatz“ im Bezirk Lichtenberg
um. Daneben ist Reinfried Kugel bis heute ehrenamtlich sehr aktiv. Er
baute die Sportarbeitsgemeinschaft Weißensee auf, war und ist jetzt im
Vorstand des Bezirkssportbundes Berlin-Pankow.
Jetzt ist er wieder verantwortlich für den Bereich Nachwuchsleistungssport
für ganz Berlin und betreut u. a. die Eliteschulen des
Sports.