MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Kröber

Mit offenen Augen durchs Leben und durch ihre Stadt

Kröber

Hochschul-Ingenieurin
Kastanienweg 70
08060 Zwickau
Fon: 0375 / 5971606

Die Eltern Christa Martha und Gerhard prägten das Leben, unterstützten die Entwicklung von Dagmar Kröber, 1950 in Zwickau zur Welt gekommen. Wie für ihre Mutter, die in der Gärtnerei des Großvaters mitarbeitete, wurde auch für sie der eigene Garten zum Quell der Freude. Im 1927 vom Großvater gebauten Einfamilienhaus wurde sie geboren, lebt sie bis heute. Sie engagiert sich im Zwickauer Steingartenverein, stellt auf den Gebirgspflanzenbörsen eigene Züchtungen vor. An der Gerhart-Hauptmann-Oberschule hatte sie 1969 das Abitur abgelegt. Ihr Studium absolvierte Dagmar Kröber an der Ingenieurhochschule in Zwickau bis 1973, Fachgebiet Elektroautomatisierungstechnik. Ihre ersten Berufsjahre erlebte sie beim VEB Braunkohlenbohrungen und Schachtbau im Lausitzer Kohlerevier nahe Cottbus. Anfangs im Tagebau Greifenhain, später in Welzow und anderen Abbaustätten war sie als Elektroingenieurin auf Montage. 1983 wurde die Tochter Christine geboren und Dagmar Kröber ging für die Babypause zurück ins heimische Zwickau. Dann begann sie im Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) in der Materialwirtschaft, wo sie von 1984 bis 1990 ihre Aufgaben fand. Mit den Umstrukturierungen von Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG verlor sie ihren Arbeitsplatz. Sie ließ sich für den Bereich Geoinformationssysteme umschulen, aber die zukunftsbezogene Qualifizierung wurde damals in ihrer Region noch nicht gebraucht. Im Computer-Bildungszentrum (CBZ) Zwickau besuchte sie PC-Kurse, konnte später dort als Dozentin an der entsprechenden Ausbildung mitwirken. Neue Chancen ergaben sich beim August-Horch-Museum, bei der Präsentation der über hundertjährigen Geschichte des westsächsischen Automobilbaus. Erst ehrenamtlich, dann drei Jahre fest angestellt, heute, seit 2014 ist sie Rentnerin, wieder ehrenamtlich, vermittelt sie den Besuchern der Ausstellung Wissenswertes über die Technikgeschichte. Die Geschichte der Robert-Schumann-Stadt Zwickau steht an, wenn sie als Gästeführerin durch ihre Heimatstadt begleitet. Seit drei Jahren ist diese interessante Aufgabe als kleiner Nebenjob hinzugekommen. Lange Zeit hat sie den inzwischen verstorbenen Vater gepflegt, heute freut sie sich an Enkeltochter Hermine-Martha. Sie beschäftigt sich mit mittelalterlicher Baukunst, ist gern mit dem Fotoapparat unterwegs und montags bietet die Seniorentanzgruppe regelmäßige gemeinsame Bewegung.
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