MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Waltraut Krüger
Im zweiten Anlauf
Erzieherin i. R.
Salvador-Allende-Str. 12
17036 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 7781467
Vier Kinder, drei Enkel, vier Urenkel zählt Waltraut Krüger zur ihr anvertrauten Familie, aber viel mehr Kindern ist sie sorgsam zugewandt gewesen, die vielen Jahre als Kindergärtnerin waren ihre beruflich schönste Zeit. Erzieherin wollte sie schon in ihrer Jugend werden. Doch am Beginn des Lebens standen für sie, 1944 in Thorn (Torun / 1945 wieder zu Polen gehörend) zur Welt gekommen, und ihre nächsten Verwandten schwierige Zeiten. Im Januar 1945 gelang die Flucht vor der herannahenden Front ins Mecklenburgische. In Schlemmin fanden sie erste Aufnahme, wechselten dann in den Kreis Altentreptow, wo sie in Luplow zwar im ehemaligen Gutshaus wohnten, aber zu viert in einem Raum. Sie besuchte 1950–1958 die örtliche Schule. Nach dem Abschluss der 8. Klasse lernte sie 1958–1961 Verkäuferin bei der Konsumgenossenschaft in der Kreisstadt. Gerade ausgelernt, wurde die erste Tochter Heike geboren, sie, ihr Mann Manfred (Heirat 1962), die Tochter und der 1963 geborene Sohn Ralf lebten nun in dem einen Raum des Luplower Gutshauses (die Mutter war ausgezogen), bis 1965 eine Neubauwohnung in Gädebehn (bei Neubrandenburg) winkte. Zweieinhalb Zimmer waren immer noch nicht üppig, doch ein Fortschritt. Waltraut Krüger hatte in der Zwischenzeit als Aushilfe in den Konsum-Verkaufsstellen von Kleeth und Friedrichsruh gearbeitet, konnte in einigen Sommermonaten im Luplower Erntekindergarten (Saisonbetreuung der Kinder von Landarbeiterinnen) erste Erfahrungen als Erzieherin sammeln. Nach dem Umzug nach Gädebehn widmete sie sich der Betreuung ihrer eigenen Kinder, 1964 kam Sohn Peter, 1967 Tochter Silke zur Familie, half gelegentlich im Konsum-Dorfladen oder in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft des Ortes aus. Als plötzlich alle Erzieherinnen krank wurden, bat man sie auch hier im Kindergarten einzuspringen, dann entschied sie sich, durch ein Fernstudium (1972–1976 Schwerin) die vollständige Qualifikation als Erzieherin zu erwerben. Ab 1977 lag ihr Wirkungsfeld im Neubrandenburger Kindergarten in der Oststadt (im Oktober 1981 erfolgte der Umzug von Gädebehn nach Neubrandenburg), hier blieb sie, bis 1997 diese Einrichtung geschlossen wurde, dann ging sie in Vorruhestand, engagierte sich noch ein Jahr in der Seniorenbetreuung eines gemeinnützigen Vereins (BIAB e. V.), ist seit 2004 in Vollrente. Ihr Mann Manfred, gelernter Maschinen- und Traktorenschlosser, war zuletzt als Sicherheitsinspektor im Handel tätig, er starb im Dezember