MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rosemarie und Edgar Krüger
Sprache und Stoffe
Pädagogen i. R.
Salvador-Allende-Str. 8
17036 Neubrandenburg
Während Rosemarie Krüger die russische Sprache beherrschte und lehrte, war für Edgar Krüger der technische Lehrstoff wichtig. An unterschiedlichen Schulen Neubrandenburgs fand beider langjähriges pädagogisches Wirken bei den (meisten) Schülern beste Resonanz
Rosemarie Krüger wurde 1945 in Neustrelitz geboren. Sie wuchs in Mirow, Feldberg und Blankensee auf, legte das Abitur 1964 in Neustrelitz ab, bewarb sich am Pädagogischen Institut in Güstrow. Die Fächer Russisch und Deutsch wurden Schwerpunkte ihrer Lehrerausbildung, 1968 mit dem Diplom abgeschlossen. Ersten Unterricht erteilte sie an der Erweiterten Oberschule in Neubrandenburg, wechselte dann an die Fritz-Reuter-Schule (erst Polytechnische Oberschule, nach 1990 Regionalschule Mitte), lehrte hier auch Geschichte und Heimatkunde und engagierte sich an den Nachmittagen bei der Hilfe für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche. Im Jahr 2001 ging sie in den Vorruhestand.
Auch Edgar Krüger hatte den Berufswunsch Lehrer, doch der Weg dahin war nicht so geradlinig. Jahrgang 1941, war er in Neustettin (Pommern) zur Welt gekommen, die Flucht vor der Front führte 1945 mit der Mutter nach Mecklenburg, wo sie letztendlich bei einer Tante in Stavenhagen Aufnahme fanden. An der dortigen Fritz-Reuter-Schule schloss er 1956 die 8. Klasse ab, ließ sich dann in Schwerin zum Fernmeldemonteur ausbilden. Nach Lehrabschluss (1958) arbeitete er an den Fernmeldeämtern Stavenhagen und Malchin. 1961 wurde er doch noch für den Lehrerberuf geworben, konnte am Pädagogischen Institut in Güstrow 1964 seinen Abschluss für die Fächer Chemie und Industrielle Produktion erwerben. Die Kommunale Berufsschule Neubrandenburg (später Berufliche Schule Wirtschaft und Verwaltung) wurde nun für 35 Jahre (bis zum Ruhestand im Jahr 2000) Mittelpunkt seines Wirkens. Stetig erweiterte sich sein Fächerspektrum, zum Chemieunterricht kamen Werkstoffkunde, Mathematik, Deutsch, Sozialkunde, Wirtschaft und Recht. Zehn Jahre engagierte er sich für das Lehrlingskabarett „Die Spitzmäuse“, trainierte auch eine Volleyball-Mannschaft (Mädchen), die in vier aufeinanderfolgenden Jahren Bezirksmeister wurde.
Heute gehören die Treffen mit ehemaligen Kollegen zu den regelmäßigen Freuden, vor allem aber liebt das Ehepaar (Heirat 1971) das Reisen gen Norden, die Silberhochzeitsreise ging nach Kanada. Zwei Söhne, zwei Enkelinnen, ein Enkelsohn bereicherten die Familie.