MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gisela und Hans Jürgen Krösche

Alle werden kanns, aber reichen muss es!

Gisela und Hans Jürgen Krösche

Weverweg 12 18055 Rostock

Dieser Grundsatz ihrer Eltern und Großeltern wurde auch zum Leitgedanken der Familie Krösche. Gisela Krösche, geboren 1933, erlebte die Grauen des 2. Weltkrieges hautnah mit. Gerade war das Haus der Familie in Pommern fertig gebaut, als der Vater zur Wehrmacht eingezogen wurde. Sie sollte ihn nie wiedersehen. Die Flucht der Mutter, der Großmutter und drei Kinder, endete erst in Schwerin, dann der besseren Versorgung wegen, in Neu Zachun auf einem ehemaligen Gut. Sie besuchte die Dorfschule, später die Erweiterte Oberschule in Hagenow, legte 1951 ihr Abitur ab. Ihr begonnenes Medizinstudium konnte sie wegen der finanziellen Not der Familie nicht beenden und begann in der HO-Landesleitung in der Planung zu arbeiten. Umstrukturierungen in der Institution führten in den Rat des Bezirkes Rostock. Zum Jurastudium delegiert, absolvierte sie Mitte der 60-er Jahre das 5-jährige Fernstudium an der Humboldt-Universität Berlin und wurde anschließend als Justitiarin beim Vorsitzenden des Rates des Bezirkes Rostock eingesetzt. In diese Zeit fallen zwei bedeutende Ereignisse in ihrem Leben: Die Hochzeit mit ihrem Mann (1968) und die Entscheidung Mitglied der Partei zu werden. Das, weil sie und ihr Mann die Ereignisse in der CSSR 1968 mit Sorge verfolgen und sich einig sind, sich nun bekennen zu wollen. Bis 1990 bleibt sie im Rat des Bezirkes, geht dann auf Grund einer Asthma-Erkrankung, in den Vorruhestand. Hans Jürgen Krösche, 1939 geboren, wächst als Halbwaise bei der Schwester und den Eltern seines Vaters in Cottbus auf. Noch heute denkt er mit Dankbarkeit und Achtung an seine Tante Elisabeth zurück, deren Art zu denken, zu handeln und zu leben ihr die Achtung aller Mitmenschen einbrachte. Die ihm Ersatzmutter und Wegbegleiter war. Sie begrüßte seine Entscheidung Färber in der Textilindustrie zu werden ebenso, wie nach dem freiwilligen Grundwehrdienst die Fachschule in Forst zu besuchen, die er als Ingenieur für Textilveredlung abschloss. Nach einer Assistenzzeit in Seifhennersdorf wurde er Färbereileiter im VEB Hutwerke Guben. Er nahm das Angebot der Kammer der Technik an, bei der Weiterbildung von Ingenieuren mitzuwirken. Eine gute Entscheidung, nicht nur beruflich, denn hier lernte er seine Frau kennen, folgte ihr nach Rostock. Beruflich neu orientierend, begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wirtschaftsrat des Bezirkes. Die AG Informationsdienst war gegründet, um den immer größer werdenden Anforderungen an die Informationsbereitstellung gerecht werden zu können. Nächtelang hat er durchgearbeitet, die Computersprache erlernt, den Beginn mit der Kleinstrechentechnik und die Entwicklung darüber hinaus fachlich begleitet. Als Leiter und Fachdirektor des Organisations-- und Rechenzentrums arbeitete er bis er 1988 im Wirtschaftsrat, wechselte dann zu SERO in gleicher Funktion. 1990, als alle Strukturen in der Auflösung begriffen waren, unternahm er verschiedene Versuche in der Selbstständigkeit – von der Informatik, über einen Getränkehandel mit Lieferservice bis hin zu einem Quelle-Shop. 2002 hat er seine Geschäftsanteile verkauft und sich nach 52 Arbeitsjahren in den Ruhestand zurückgezogen. Die Eheleute sind stolz auf die in der Familie groß gewordenen Söhne Ralf Michael und Jens-Peter, beide erfolgreich im Leben stehend, und erfreuen sich an Gartennutzung und ihren Hunden, denen sie ein zu Hause nach dem Tierheim geben.
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