MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr. Stanislaw Karol Kubicki

Kunst und Politik

Stanislaw Karol Kubicki
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

Onkel–Bräsig–Str. 46
12359 Berlin
Tel: 030 / 6061934


Am 05. Juli 1926 wird der Berliner Stanislaw Karol Kubicki in ein künstlerisch und politisch ambitioniertes Elternhaus hinein geboren. Durch seine linke Weltanschauung emigriert der Vater 1934 nach Polen. Als Maler agierte er im Berliner Kunstbetrieb. Seine Mutter, eine Lehrerin bleibt mit den Kindern in Berlin und begibt sich mit Machtantritt der Nationalsozialisten in die innere Emigration. Stanislaw Karol Kubicki besucht ein Gymnasium in Neukölln. Nach dem Arbeitsdienst kann er noch ein Trimester Medizin studieren ehe er einberufen wird. Es folgt dann die zum Glück kurzzeitige russische Gefangenschaft. 1946 kann er sein Medizinstudium an der damaligen Lindenuniversität - der heutigen Humboldtuniversität - fortsetzen. Als 1948 die Freie Universität im Westteil Berlins gegründet wird, gehört er zu den Gründungsmitgliedern und ist der erste eingeschriebene Student. Parallel studiert er sieben Semester Archäologie, und nimmt an einer Exkursion nach Rom teil. 1952 legt er das medizinische Staatsexamen ab. 1967 habilitiert er. Vorausgegangen ist eine 1 ¼ jährige Pflichtassistenz im Krankenhaus Westend in der Neurochirurgie mit gleichzeitiger Promotion. Als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie beschäftigt er sich vor allem mit dem Fachgebiet der Elektroneurophysiologie (EEG). 1968 erhält er die Professur. Als Abteilungsleiter befasst er sich später in der Intensivmedizin mit der Komaforschung und dem Hirntod. Bis 1991 ist er in der Schlafforschung tätig. Vorträge in der Bundesärztekammer sowie die Tätigkeit als Schriftleiter der Fachzeitschrift „EEG – EMG“ gehören ebenso zu seinem Engagement wie seine politische Arbeit. Seit 1948 ist er Mitglied der FDP – Mitglied und ab 1961 deren Landesschatzmeister. Auf seine Initiative hin entsteht der Berliner Kunstverein. Prof. Kubicki versteht es mit Witz, Humor, Offenheit, Konzentration auf das Wesentliche und Organisationstalent alles unter einem Hut zu bringen. Auch jetzt, im verdienten Ruhestand, hält er Vorträge auf Fortbildungsveranstaltungen für Mediziner zum Thema EEG. Daneben kümmert er sich um das malerische Werk der Eltern und organisiert Ausstellungen. Oftmals verleiht er die in seinem Besitz befindlichen Exponate. Die Familie kommt ebenfalls zu ihrem Recht. Aber für Lesen, Ausstellungsbesuche und Reisen bleibt auch genügend Zeit, wenn er sich nicht seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Schlafen, hingibt. So gestärkt kann er weiterhin seinem Schaffensdrang nachgehen.
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