MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika Krug

„Man muss die Dinge stets selbst in die Hand nehmen“ ...

Monika Krug
Ehemalige Mitarbeiterin in der Mobilfunkbranche

04103 Leipzig

..., meint Monika Krug. Für sie war die Wende eine so einschneidende Zäsur, dass sie sagt: „Ich habe zwei Leben, eins in der DDR und eins danach.“ Besonders auf das zweite, auf die hart erarbeitete Anerkennung, ist sie sehr stolz. Monika Krug lebt seit 1966 in Leipzig. 1947 in Luckenwalde geboren, führte ihr Pädagogikstudium sie in die Messestadt an der Pleiße. „Die von mir angestrebte Fächerkombination Russisch/Geschichte gab es damals nur hier.“ Als Diplomlehrerin Russisch/Geschichte trat sie 1970 in den Schuldienst ein, unterrichtete im Leipziger Osten an der 13. Oberschule. Doch schnell musste die junge und engagierte Lehrerin realisieren, dass ihre Tätigkeit mit einem politischen Aspekt fest verknüpft war, den sie so nicht hinnehmen wollte und konnte. Schweren Herzens, „denn die Arbeit mit den Kindern machte mir riesigen Spaß“, kündigte sie nach nur einem Jahr. Zu diesem Zeitpunkt baute das Verkehrs- und Tiefbaukombinat eine Betriebsakademie auf. Monika Krug fing als pädagogische Mitarbeiterin an, wurde Abteilungsleiterin, stellvertretende Direktorin und schließlich amtierende, also von „Oben“ nicht bestätigte Direktorin. „In diesen 19 Jahren an der Betriebsakademie, bis zum August 1990, durchlebte ich hier einiges, denn ich war nicht in der Partei.“ Nach der Wende zählte das alles nicht mehr. Monika Krug begann bei Null, musste sich in der Marktwirtschaft behaupten, von der sie ebenso wenig Ahnung hatte wie von dem Fachgebiet, das sie sich nun Stück für Stück eroberte. „Ich verkaufte Faxgeräte und hatte vorher noch nie ein Fax gesehen. Ich bekam Geld, hatte aber keinen Arbeitsvertrag.“ Verschiedene Stationen in der Mobilfunkbranche folgten, bis sie 1994 zu T-Mobile fand. Dreizehn Jahre war sie Vertriebsmitarbeiterin, stieg schließlich zum Regionalleiter für den Vertrieb Serviceprovider in Ostdeutschland auf und wurde 2006 Key-Account-Manager. Wieder ist vor allem die Arbeit mit Menschen der Teil ihrer Tätigkeit, der ihr am meisten liegt. Monika Krug ist ein sehr kommunikativer Mensch, der andere zu begeistern versteht. Dennoch: „Ich stand immer auch hinter den Produkten.“ Mit Beginn des Jahres 2008 wechselte sie in Altersteilzeit. Ihr Ehemann Lothar, mit dem sie 40 Jahre glücklich verheiratet war, ist nach langer schwerer Krankheit, aber viel zu früh verstorben. Über all die Jahre hat er ihr den Rücken freigehalten. Offiziell geht sie erst 2012 in Rente. „Aber die ersten Anfragen kommen schon wieder“, meint sie schmunzelnd. Vielleicht kehrt sie ja stundenweise zurück.
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