MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Harry und Elke Krüger
Kontinuität mit Schwierigkeiten
Ingenieur für Elektronik
Grundschullehrerin
Ernst-Thälmann-Platz 8
06780 Zörbig OT Schrenz
Aus dem nördlichen Umfeld von Halle / Saale stammen beide. Harry Krüger kam 1948 in Brachstedt zur Welt, sie wurde als Elke Schult im selben Jahr in Rieda geboren. Seit 1969 gehen sie gemeinsam den Weg, zwei Töchter, drei Enkelkinder wurden ihre Begleitung. Harry Krüger absolvierte die Erw. August-Hermann-Franke-Oberschule in Halle mit Abiturabschluss und gleichzeitiger Berufsausbildung zum Elektromonteur in der Energieversorgung Halle. In Sondershausen leistete er seinen Grundwehrdienst ab. Danach war er für das Kombinat Starkstromanlagenbau Halle-Leipzig fünf Jahre auf Montage, konnte daneben im Fernstudium den Abschluss als Ingenieur für Elektronik erwerben. Noch während des Studiums wurde er als Technologe eingesetzt. Beim Schaltanlagenbau Zörbig wirkte er ab 1975 in Konstruktion und Projektierung. 1986 wurde die Firma in die Antriebstechnik Wernigerode überführt. Ab 1990 wurde er, der Parteilose, von der AG zum Personalleiter bestellt. Doch die vielen damals notwendigen Entlassungen schafften keine Freunde. 1993 wechselte er für ein halbes Jahr als Personalleiter ins Vertriebszentrum Klieken von Ernsting’s Family, 1994 zum Torhersteller Behrens Hannover, 1995 in den Vertrieb der Kauffmann-Tore Köln. 1998 fand er bei der Firma Jansen-Tore in Surwold / Emsland im Vertrieb Aufgaben die er in unterschiedlichen Unternehmensstrukturen, ab 2003 bei der R+S Jansen Tore Elster, später Elster-Tore, bis zum Jahr 2015 ausüben konnte.
Elke Krüger stammt aus einem landwirtschaftlich geprägten Elternhaus. Eine weitere geplante Schulbildung brach sie nach der 10. Klasse ab, ließ sich an der Medizinischen Fachschule in Halle zum Diätkoch ausbilden. Praxis erlebte sie im Betriebskrankenhaus Wolfen, doch ergab sich 1968 die Chance, in den eigentlichen Traumberuf Lehrer einzusteigen. Neben dem Fernstudium begann sie als Pionierleiter (verantwortlich für außerunterrichtliche Arbeit an Schulen) in Bitterfeld, wechselte dann nach Roitzsch. Ihr Fernstudium schloss sie als Pionierleiterin mit Lehrbefähigung für Werken und Kunstgeschichte ab. Ein Jahr später erwarb sie die Lehrbefähigung für Mathematik am Lehrerbildungsinstitut in Halle. Mit dem Umzug 1975 nach Schrenz ergab sich die Gelegenheit, als Grundschullehrerin in Zörbig eingesetzt zu werden. Als ihr im Zuge der Neustrukturierungen 1991 gekündigt wurde, erlernte sie den Beruf der Versicherungskauffrau und arbeitete bis 1994 bei der DEBEKA im Hochschul-Service. 1994 gewann sie den frustrierenden Kündigungsschutzprozess gegen das Land Sachsen-Anhalt. So wurde sie 1994 an der Grundschule Raguhn wieder als Lehrer eingesetzt, kämpfte sich durch neue Schwierigkeiten wie ungerechtfertigte Herabstufung, konnte aber noch die Lehrbefähigung für Deutsch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erwerben. Bis 2006 dauerte ihre erfolgreiche berufliche Tätigkeit.