MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr. sc. Bruno Krüger

Sich im Leben stets vernünftige Ziele stellen

Bruno Krüger
Archäologe

Ur- und Frühgeschichte der Slawen und Germanen
Weizenweg 59 a
12683 Berlin-Biesdorf
Fon: 030 / 5414455

Es waren vor allem der Krieg und die Gefangenschaft, die den jungen Bruno Krüger maßgeblich prägten und ihn lehrten, dass Gewalt kein Mittel zur Lösung menschlicher Konflikte sein kann. Auch diese Erfahrung und die Tatsache, dass nach dem Ende des Krieges in den Schulen dringend neues Personal benötigt wurde, veranlassten den jungen Kriegsheimkehrer Ende der vierziger Jahre dazu, Neulehrer in Jüterbog zu werden, wo er auch als Stellvertreter des Schuldirektors tätig war. Doch der Schuldienst lag ihm nicht, und so begann Bruno Krüger 1952 ein Archäologiestudium und fand fünf Jahre später eine Anstellung am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Im Jahr 1959 verteidigte der Wissenschaftler seine Dissertation und spezialisierte sich in der Folgezeit auf die Geschichte und Kultur der Germanen in Europa. Nach zehn Jahren habilitierte er und wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Lehrbeauftragten berufen. Im Jahr 1974 erfolgte die Berufung zum Professor und Bruno Krüger übernahm in diesem Zusammenhang einen Fachbereich an seinem Akademieinstitut. Der Ur- und Frühhistoriker beteiligte sich an Ausgrabungen zur Geschichte der frühen Slawen und Germanen auf dem Gebiet der DDR. Bruno Krüger versäumte es nicht, seine Erkenntnisse regelmäßig zu publizieren, er kann auf fünf Bücher und eine Reihe von Aufsätzen in Fachzeitschriften verweisen. Als Mitglied der Institutsleitung begleitete er die Auflösung seines Akademieinstituts nach 1990. Ein Jahr später ging Bruno Krüger in Rente, verfasste Lehrbücher und hatte nun vor allem die Zeit, lange liegen gebliebene Aufzeichnungen aufzuarbeiten und vor allem zu publizieren. Und er nutzte weiterhin jede Möglichkeit, an wissenschaftlichen Veranstaltungen und Tagungen teilzunehmen um so in seinem Fachgebiet stets auf dem Laufenden zu sein. Der Wissenschaftler war Mitglied der Internationalen Vereinigung für Ur- und Frühgeschichte und der UNESCO-Kommission für Keltenforschung. Während seiner beruflichen Tätigkeit begutachtete er zahlreiche Diplomarbeiten und Dissertationen und half so vielen jungen Leuten, ihren Platz im wissenschaftlichen Leben zu finden. Der verheiratete zweifache Vater kann sich inzwischen über drei Enkel freuen.
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