MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dieter Kritz

Zur Wende hat er die meiste Zeit mit dem Hausbau verbracht

Dieter Kritz

Baumaschinist
Fernmeldebaumonteur
99510 Oßmannstedt

Eigentlich wollte er immer zur Polizei und dort Kriminalist werden. Doch sein Vater hatte es ihm ausgeredet. Dieter Kritz, geboren 1953 in Weimar, wurde Baumaschinist und Fernmeldebaumonteur. Der Thüringer wohnt mit seiner Frau Sonja(Kaufmännische Angestellte im Büro, Kassiererin im Handel bis zur Rente) in Oßmannstedt. Beide sind seit 1979 verheiratet und haben drei Kinder. Alle drei Töchter (Kathrin, geboren 1979; Andrea 1981; Anja 1986) leben heute in Apolda, Erfurt und Berlin. Zur Familie gehören noch drei Enkelkinder. Nach der 10. Klasse, die Dieter Kritz in Apolda abschloss, lernte er zwei Jahre beim Talsperrenbau in Weimar. Er fuhr als angehender Baumaschinist Bagger und Planierraupe. Von 1971-1974 folgte sein dreijähriger Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee (NVA). Dieter Kritz besuchte die Unteroffiziersschule in Eilenburg, wurde nach Erfurt versetzt und war der Fahrer des Kommandeurs. Nach seiner Armeezeit kehrte er in seinen Ausbildungsbetrieb zurück. Von 1974-1977 war er auf Montage. Er fuhr Autokran, unter anderem in Eibenstock, Markersbach, Plauen und Pöhl sowie auch Zeulenroda. Von 1977-1991 war Dieter Kritz im Weimarwerk beschäftigt. Als sich dort im Zuge der Wende die Abwicklung des Betriebes anbahnte, schaute er sich um und stieg bei Kranmontagen ein (1991-1992). Angesichts von Umstrukturierungen, einhergehend mit Einsparungen, suchte sich Dieter Kritz erneut eine andere Anstellung, die er bei Regiobau in Weimar (Tiefbau für Telekom) fand. Hier arbeitete der Thüringer von 1992-1996, bis ihm im Juli gekündigt wurde. Die Zeit der Arbeitslosigkeit (bis März 1997) nutzte er mit dem Schreiben unzähliger Bewerbungen. Schließlich konnte Dieter Kritz bei der Fernmeldemontage Gotha/Niederlassung Weimar neu anfangen. Er nennt es rückblickend eine „glückliche Fügung“. Bis März 2016 war der Oßmannstedter hier beschäftigt, stand in Mitarbeiterverantwortung, war Polier (Vorarbeiter) und hatte während dieser letzten 19 Berufsjahre als Fernmeldebaumonteur die meiste Zeit in Jena gearbeitet. Die Zeit der Wende hat der jetzige Rentner mit dem Hausbau für seine Familie verbracht. Im November 1989 stand der Rohbau für das Haus seiner Familie, die im Frühjahr 1993 in die neuen eigenen vier Wände einziehen konnte. Das Meiste hat Dieter Kritz in Eigenleistung mit Freunden, die ihn unterstützten, geschaffen. Darauf und auf seine Kinder ist er besonders stolz. Befragt nach seiner persönlichen Stärke sagt er prompt: „Zupacken“. Dieter Kritz will vor allem gesund bleiben und wünscht sich das auch für seine gesamte Familie. Seine große Leidenschaft war von 2005-2012 das Züchten von Huskys. Doch Schlittenhundefahrten kosten jede Menge Kraft und so hält er sich nur noch Kaninchen.
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