MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Margot Krone
Stolz auf ihre Kinder
und Erwin Müller
Verkäuferin, Finanzbearbeiterin Staatshaushalt
Binnenschiffer
Aribertstr.10
06366 Köthen
Fon: 03496 / 553320
Sie sind beide verwitwet und sind in Köthen zu Hause. Margot Krone und Erwin Müller haben sich vor gut einem Jahrzehnt kennengelernt. Sie leben gern in der Region, sind aber auch viel mit dem Bus unterwegs, um andere Länder zu sehen sowie Land und Leute zu erleben. Die Finanzbearbeiterin Staatshaushalt und der Binnenschiffer sind stolz auf ihre Kinder. Erwin Müller hat eine Tochter (Gabriela, geboren 1960), die im Handel tätig ist. Margot Krone, geborene Morgner, war zweimal verheiratet und hat vier Kinder. Ihr zweiter Sohn, geboren 1961, starb mit viereinhalb Monaten. Tochter Beate, 1960 als ältestes Kind zur Welt gekommen, betreibt ein Kosmetikstudio. Sohn Uwe, geboren 1965, arbeitet als Bäckermeister im hessischen Eschwege. Tochter Ina, die 1968 das Licht der Welt erblickte, verdient ihr Geld als Notar- und Rechtsanwaltsgehilfin. Margot Krone, 1940 in Zwickau geboren, wollte eigentlich nach dem Schulabschluss Schneiderin werden. Ihr Vater war Maler, die Mutter Hausfrau, die viel genäht hat. Nach der 8. Klasse lernte Margot von 1954–1956 Verkäuferin beim Konsum. Nebenbei ließ sie sich von einem Privatlehrer Schreibmaschine und Steno beibringen. In ihrer Jugend spielte sie gern Faustball. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie in verschiedenen Betrieben, wozu ein Großhandel für Lebensmittel (1957–1960), der Rat des Kreises, Abteilung Volksbildung, ein Verlag (1968–1970) und die PGH Maler „Einheit“ (1970–1985) in Köthen gehörten. Sie war dort als Sekretärin, in der Buchhaltung und Finanzbearbeiterin Staatshaushalt tätig. Von 1985–1990 arbeitete sie bei AKTEMA in der Buchhaltung. Anfang der 1960er Jahre absolvierte Margot Krone einen Lehrgang für ihren zweiten Büro-Beruf. Ab der Wende (1990–2004) war sie bei der Stadt als Haushaltssachbearbeiterin beschäftigt, zuletzt in der Kämmerei. 2004 ging sie in Rente. Zusammen mit Erwin Müller reist sie gern in die Berge oder ans Meer – von Österreich bis auf die Insel Capri. Erwin Müller wurde 1938 in Dessau geboren und wuchs in Aken an der Elbe auf. Er besuchte von 1944–1952 die Schule und erlernte nach der 8. Klasse von 1952–1955 den Beruf eines Chemiefacharbeiters im VEB Magnesit. Ursprünglich wollte der Sohn eines Monteurs bei den Fliegern und einer Hausfrau, die in einer Fleischerei putzte, Fleischer werden. Nach der Scheidung seiner Eltern gab es einen neuen Mann der Mutter, der Schiffer war. Erwin Müller wurde Binnenschiffer beim VEB Binnenschifferei Berlin. Er heuerte später als Bootsmann bei einem großen Motorschiff („Fischland“) an. Er hatte umgeschult und beförderte Waren von Kohle über Getreide bis zu Möbeln. Es ging nach Hamburg, Duisburg, Amsterdam und Rotterdam – anfangs stand die Mauer noch nicht. Nach seiner Zeit als Schiffer verdiente er von 1980-1990 seine Brötchen als Hausmeister einer Gaststätte. Danach war er als Fährmann unterwegs. Mit 63 ging Erwin Müller in Rente.