MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Joachim Kroker
Kleinserien aus Draht und Metall
Draht- und Metallwaren
Humboldtstraße 18
01689 Weinböhla
Fon: 035243 / 36581
Als der Vater im Jahre 2000 verstarb, oblag ihm die Führung des
Betriebes von heute auf morgen. Er realisiert kleinere Aufträge, Zubehörteile
aus Draht und Metall sowie Stanzteile. Seine Partner sind zumeist
die ortsansässigen Betriebe. Seine Fachkompetenz und Flexibilität
befähigen ihn, schnell und termingerecht die Wünsche der Kunden zu
erfüllen. Dazu verfügt er über den notwendigen Maschinenpark, den er
selbst wartet und instand hält.
Joachim Kroker wurde 1952 in Dresden-Klotzsche geboren. Nach
dem Schulabschluss erlernte er den Beruf eines Werkzeugmachers. Mit
dem Ende der Lehre begann er, im väterlichen Betrieb zu arbeiten. Der
Vater hatte die Firma im Januar 1965 gekauft und neu umstrukturiert.
Bis zur Wende gab es so viel zu tun, dass der kleine Betrieb kaum die
Nachfrage befriedigen konnte. Zu dieser Zeit durften selbstständige
Unternehmen nicht mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigen. Ebenso
schwierig war die Materialfrage zu lösen. Viele Teile für die GHG
Haushaltwaren und den IFA-Vertrieb wurden hier gefertigt, unter anderem
Schlauchschellen, Drahtkörbe und Raufen für Kaninchenställe.
Der Stundengrundlohn war gering, nur 1,50 Mark pro Stunde. Da es
keine Möglichkeit der freien Preiskalkulation gab, sprach der Vater bei
der Gewerkschaft wegen Lohnerhöhung vor. Doch diese hätte er aus
der eigenen Tasche finanzieren sollen, und das war unmöglich. Nach
der Wende war eine Umstellung der Produktion erforderlich. Es kamen
zwar Aufträge von Betrieben und Großhändlern, aber die reichten nicht
aus, alle Mitarbeiter zu beschäftigen. So arbeitete er mit dem Vater
allein bis zum Jahr 2000. Hin und wieder hatten sie Aushilfen, wenn
größere Aufträge kamen. Seit acht Jahren steuert Joachim Kroker die
kleine Firma, hält sie mit zwei Mitarbeitern über Wasser, nicht zuletzt,
weil er im Umkreis für Qualität und Zuverlässigkeit bekannt ist. Das
Grundstück hat er nach dem Tode des Vaters übernommen und seinen
Bruder ausbezahlt. Vieles hat er bereits saniert. Der sinnige Spruch an
seinem Haus lässt Vorübergehende innehalten.
In der Freizeit gilt sein besonderes Interesse dem Sport. Früher spielte
er aktiv Fußball, jetzt trainiert er ab und zu und hilft bei den Senioren
aus. Oft fungiert er im Verein als Sponsor. Im Winter läuft er gern Ski,
besonders alpin. Seine Frau Franziska, mit der er seit 1979 glücklich
verheiratet ist, teilt diese Passion. Er wünscht sich, seine Kondition zu
behalten und später einmal mit seinem Enkel Ski zu fahren.