MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jutta und Wolfgang Kresse

Sich treu bleiben und immer Kopf hoch!

Jutta und Wolfgang Kresse

Goethestr. 15
04838 Eilenburg

Sie haben sich stets gegenseitig unterstützt und sind sich auch in den Wirren der Wendezeit immer treu geblieben. Wolfgang Kresse und seine Ehefrau Jutta aus dem sächsischen Eilenburg sind seit 1977 verheiratet und haben zwei Söhne. Mathias, geboren 1978, lebt heute in Schleswig-Holstein und ist in der Computerbranche tätig. Stephan, zur Welt gekommen 1980, hat als gelernter Krankenpfleger im medizinischen Dienst Karriere gemacht (heute in Bad Berka in Thüringen). Inzwischen zählt auch eine Enkeltochter zur Familie. Wolfgang Kresse, Jahrgang 1953, ist in der Schmiede seines Vaters (Meister) großgeworden. Die Mutter war Stenotypistin. Nach dem Abschluss der 10. Klasse lernte Wolfgang bei der Handelsorganisation (HO) in Eilenburg den Beruf des Kochs. Nach seiner zweijährigen Ausbildung ging er drei Jahre zur Nationalen Volksarmee (NVA) nach Perleberg in Mecklenburg, wo er die Unteroffiziersschule besuchte. Dort hat er auch seine spätere Frau Jutta kennengelernt, die ihm als gelernte Krankenschwester nach Eilenburg in seine sächsische Heimat folgte. Wolfgang Kresse wollte nicht in seinem Beruf bleiben und stieg 1977 bei der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) ein. Der Amateurfunker aus Leidenschaft begann zunächst als Instrukteur und wurde 1983 Vorsitzender des Kreisvorstandes der GST. Zur Wende änderte sich alles, die GST gab es nicht mehr. Im Februar 1990 wechselte Wolfgang Kresse zum Wehrkreiskommando und machte dort Nachtdienste. Als dann dort auch Schluss war, erinnerte er sich, dass er einmal Koch gelernt hatte. Er arbeitete bis 1994 für eine Kieler Firma, die für Großküchen Tiefkühlkost produzierte und vertrieb. Der Eilenburger lieferte die Ware quer durch ganz Mitteldeutschland aus, bis das Unternehmen pleite ging. Wieder orientierte sich der Familienvater beruflich neu und fing im Oktober 1994 bei der Colonia-Versicherung an. Er machte seinen Versicherungsfachmann, brachte es bis zum angestellten Verkaufsleiter, erlebte Fusionen und Umstrukturierungen mit – bis 1997. Zwischenzeitlich wurde er arbeitslos, kam aber immer wieder aus eigener Initiative auf die Beine. Wolfgang Kresse arbeitete nun für einen Geld- und Werttransport. Als Bereichsleiter Objektschutz beendete er nach 13 Dienstjahren Ende 2016 sein bewegtes Berufsleben. Ehefrau Jutta, geboren 1956 und aufgewachsen in der Landwirtschaft, ist als Krankenschwester noch immer im Schichtdienst beschäftigt. Sie geht gerne zur Arbeit und findet in freien Stunden Ausgleich mit der Familie und mit Freunden. Die Mecklenburgerin, die nach der 10. Klasse ihre Ausbildung absolvierte, ist glücklich und zufrieden, wenn es auch den Kindern und allen anderen in der Familie gut geht, wenn ebenso die Geschwister von Berlin bis Güstrow gesund sind. Wolfgang hat wieder mit der Funkerei angefangen und träumt davon, mit seiner Frau einmal eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn zu machen. Das Lebensmotto der Eheleute heißt, immer Kopf hoch!
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