MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Pater Franz Kremer

Für die Menschen bestellt

Franz Kremer
Guardian des Franziskanerklosters bei der Wallfahrtskirche Weggental

72108 Rottenburg am Neckar

Franz Kremer kam 1939 in Macken bei Koblenz zur Welt. Die Reifeprüfung legte er am Gymnasium Hadamar ab. Dabei wohnte er bei den Franziskanern – ein Umstand, der sein gesamtes weiteres Leben prägen sollte. Heute fragt er sich, ob es vielleicht ein Zeichen war, dass er ausgerechnet diese Schule besuchte. Unmittelbar nach dem Abitur ging der junge Mann zu den Franziskanern und nahm ein Studium auf. Zunächst absolvierte er vier Semester Philosophie in Sigmaringen und wechselte dann an die Theologische Fakultät Fulda. Im Anschluss an den Studienabschluss empfing er die Priesterweihe. Im Advent 1966 wurde Franz Kremer Kaplan in Wiesbaden und arbeitete bis 1992 als Pfarrer in Rastatt und Freiburg. Sein weiterer Weg führte ihn nach Rottenburg. Dort widmete er sich der Wallfahrtsseelsorge und betreute nebenher die Gemeinde Weiler als Pfarrer. 1998 erfolgte die Versetzung nach Mannheim und 2001 die Berufung nach Fulda ins Hauptkloster, wo er die Hausleitung innehatte. Sechs Jahre später kehrte er nach Rottenburg zurück und übernahm als Guardian die Leitung der Wallfahrtsseelsorge an der Kirche in Weggental. Dort sind die Franziskaner von Fulda seit 1919 tätig. Damals war das Kloster eines der ersten Männerkloster im gesamten württembergischen Raum. Sich stets den Notwendigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen und jederzeit als Ansprechpartner für andere da zu sein bestimmt Leben und Arbeiten von Pater Franz Kremer. Sechs Mitarbeiter, fünf davon Patres bzw. Priester, stehen ihm zur Seite. Als 70-Jähriger ist Pater Franz der Jüngste von ihnen. Findet er Zeit für sich selbst, durchstreift er die Natur mit dem Rad, greift zu einem guten Buch oder beschäftigt sich mit Ornithologie. Einmal im Jahr zieht es Pater Franz für zwei Wochen zum Wandern in die Bergwelt. Dazu kommt im Herbst eine Wanderwoche mit seinem Bruder, der ebenfalls dem Franziskanerorden angehört, und mit den drei anderen Geschwistern. Für die Zukunft wünscht sich Franz Kremer zunehmend die Fähigkeit, in der Begegnung mit den Menschen zu erkennen, auf welche Weise er ihnen eine Stütze sein kann, vor allem eines: sich immer mehr so zu entwickeln, wie Gott ihn gedacht hat und es seiner eigenen innersten Sehnsucht entspricht.
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