MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Prof. Dr. Wolfgang Beier
Druckerschwärze im Blut
Professor für polygrafische Technik
04129 Leipzig
Wolfgang Beiers Leidenschaft für Druckmaschinen kommt nicht von ungefähr. Der Großvater war Leiter des Vogtländischen Anzeigers, der Vater gelernter Buchdrucker. Zu den schönen Kindheitserinnerungen zählen für Wolfgang, der am 12.03.1940 in Plauen geboren wurde, die Spaziergänge mit seinem Vater, wenn er ihm Verbrennungsmotor, Druckmaschine etc. erklärt hat. Er absolvierte nach seinem Abitur an der Oberschule Plauen ein praktisches Jahr im Druckmaschinenbau, begann 1959 sein Maschinenbau-Studium an der Hochschule für Maschinenbau in Karl-Marx.Stadt in der Fachrichtung Konstruktion von polygrafischen und Papierverarbeitungsmaschinen. 1965 schloss er es als Dipl.-Ing. für Polygraphische Technik ab. Seine erste Anstellung fand er in Berlin bei der Polygraph Export GmbH im Außenhandel. Es gefiel ihm, dass er viel unterwegs sein konnte, dennoch fehlte ihm die technische Komponente. Bereits 1967 ging er zurück an die Hochschule, wurde. wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1971. Danach wechselte er in die Hauptabteilung Forschung beim Kombinat Polygraph Leipzig. Nach einigen Jahren übernahm er die Position des Gruppenleiters in der Messtechnik, bis das Kombinat zur Wendezeit aufgelöst wurde. Dr. Beier arbeitete zunächst in der Polygraph Contacta GmbH weiter, die einen Teil der Forschungsarbeiten als messtechnischer Dienstleister weiterführte. Dann gründete er gemeinsam mit einigen Kollegen den Verein Polygraph, aus dem heraus wiederum das Sächsische Institut für die Druckindustrie entstanden ist. Dr. Beier war Abteilungsleiter und Prokurist, es war eine schöne, aufregende Zeit. Am 01.01.1994 wurde er zum Professor für polygrafische Technik an die Technische Universität Chemnitz berufen. Er hat in dieser Stelle wahrlich seine Berufung gefunden, hat sehr gerne mit jungen Menschen gearbeitet, war begeisterter Forscher. Auch nach seiner Emeritierung 2005 hat er weiter Lehraufträge erfüllt und an Forschungsprojekten, vorrangig für Firmen des Druckmaschinenbaus, mitgewirkt.
Seine Tochter lebte mit ihrer Familie mit im Haus von Prof. Beier. Sie ist heute tüchtige Zahnärztin in der Nähe von Stuttgart. Seine beiden Enkel studieren Maschinenbau und Architektur in Dresden und Leipzig.