MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Sigrid Behrendt
Damals in Tansania
Finanzökonomin
Heinrich-Heine-Straße 13
10179 Berlin
Fon: 030 / 2755710
Sigrid Behrendt hat viele interessante Stationen durchleben können. Der Auslandseinsatz in Tansania (den sie zusammen mit ihrem Mann Dr. Horst Behrendt erleben konnte) war sicher ein Höhepunkt. Von 1976 bis 1979 war sie an der handelspolitischen Abteilung der DDR-Botschaft im Einsatz, als die DDR bemüht war, politische und wirtschaftliche Beziehungen in Afrika zu schaffen, dadurch ihr Ansehen in der Welt zu stärken.
Geboren wurde Sigrid Behrendt 1938 in Rückersdorf (Kreis Friedland, heute Tschechische Republik). Später wuchs sie in Thüringen auf, legte in Greiz ihr Abitur ab und begann danach Außenhandelswirtschaft zu studieren, zuerst in Berlin-Staaken, dann in Berlin-Karlshorst. Mit dem Abschluss als Diplom-Ökonomin (Spezialisierung Außenhandel) war sie ein gefragter Kader, kam ab 1961 in verschiedenen Außenhandelsbetrieben als Assistentin und Finanzökonomin zum Einsatz, war für die finanztechnische Berechnung und korrekte Zahlen in Import- und Exportverträgen verantwortlich. Dem Arbeitsaufenthalt in der tansanischen Hauptstadt Daressalam folgten weitere Stationen in betriebswirtschaftlichen Bereichen, ehe eine lange Krankheit sie zwang, von weiteren beruflichen Plänen zeitweilig Abstand zu nehmen.
Ab Mitte 1990 wurde sie bei Planeta in Radebeul eingesetzt, die finanzielle Seite der Firmen-Abwicklung zu betreuen. Weitere Aufgaben erhielt sie im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Als Spezialistin für Zuwendungsrecht (Finanzierungsleistungen durch den Europäischen Sozialfonds) und Regiekraft hatte sie im Rahmen einer ABM-Gesellschaft weiter anspruchsvolle Aufgabenbereiche, bis zum Jahr 2002 war sie noch in der Finanzbuchhaltung tätig. Seitdem ist sie im Ruhestand.
Auch jetzt, wo krankheitsbedingt ihre Möglichkeiten eingeschränkt sind, genießen sie und ihr Mann, die Erinnerungen an schöne Reisen und ein gemeinsames erfülltes Leben (seit der Heirat 1964). Viele Jahre hatte sie ihre kranke Mutter in Greiz betreut, lange Fahrten auf sich genommen. Der Kleingartenverein bot Ergänzung zum beruflichen Wirken, bot aktive Entspannung in der Natur.