MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edeltrud und Leon Behring

Zwei Pädagogen-Leben

Edeltrud und Leon Behring

Neue Reihe 16 18059 Rostock    

Edeltrud (beb. 1936) und Leon Behrsing (geb. 1935) erlebten die Wirren des Krieges, kamen nach Flucht der Familien nach Mecklenburg Vorpommern und lernten sich hier während dem Konfirmandenunterricht kennen. Edeltrud machte 1954 ihr Abitur und studierte 1954 bis 1958 an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam. Leon hatte, nach seinem Abitur, bereits ein Jahr zuvor das Studium an dieser Einrichtung aufgenommen und beendet. Edeltrud Behrsing wurde nun Lehrerin an einer Schule für Körperbehinderte, unterrichtete als Klassenlehrer alle Fächer. Ihr ganzes Pädagogen-Leben verbrachte sie an dieser Schule, bis sie in den Vorruhestand und in die Rente ging. Sie denkt gerne an das Kollegium der Sonderschule zurück, an die Freude an der Arbeit. Leon Behrsing ging nach seinem Studium erst für drei Jahre an die Kopernikus-Oberschule Torgelow. 1960 heirateten beide und er wechselte Umzugsbedingt nach Rostock an die 3. EOS (Erweiterte Oberschule), die Herder-Schule mit erweitertem Russischunterricht ab der 3. Klasse. Hier unterrichtete er bis 1973 und wurde dann für die Arbeit im Bezirkskabinett für Weiterbildung der Lehrer und Erzieher vorgeschlagen. Er war erst für die Fächer Mathematik, Physik und Astronomie zuständig und nach der Umstrukturierung des Kabinetts in das Bezirkskabinett für Weiterbildung und Unterricht ausschließlich für die Mathematik-Weiterbildung verantwortlich. Bis 1990 erfüllte er diese Aufgabe. Mit Auflösung der Bezirke und des Kabinetts bewarb er sich ½ Jahr lang verschiedentlich, ohne Erfolg. Dann erhielt er eine ABM-Stelle für zwei Jahre am Institut für Leben und Lernen. Dem folgte wieder Arbeitslosigkeit und erneut eine ABM-Beschäftigung am Institut. Indessen hatte er sein 60 Lebensjahr erreicht, ging vorzeitig in den Ruhestand, arbeitete aber noch auf Honorarbasis bis zum 71. Lebensjahr in der Schülerhilfe. Familie Behring freut sich, dass ihre drei Kinder mit beiden Beinen im Leben stehen. Die beiden Töchter setzen als Lehrerinnen die Familientradition fort. Der Sohn hat promoviert und arbeitet heute an der Universität Potsdam. Wenn zu Feiertagen die Familie zusammen kommt ist das eine Großveranstaltung, denn indessen gehören noch sechs Enkel und zwei Urenkel dazu.
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