MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Doris Krause
Mit Liebe und Sorgfalt
Inhaberin Heißmangel
Magdeburger Straße 102
39218 Schönebeck
Fon: 03928 / 81757
Sie ist eine Vielseitigkeitskünstlerin, macht alles, was anfällt, und ist ein wenig stolz auf das, was sie gemeinsam mit Ehemann Kurt aus eigener Kraft erschaffen konnte. Nie Urlaub, kaum Freizeit, ließ die Hoffnung keimen, irgendwann über genügend Geld zu verfügen, um sich den Traum einer großen Safari-Reise verwirklichen zu können.
Vielleicht wird er für Doris Krause, geboren am 04.08.1940 in Magdeburg, Realität. Viel Glück dazu!
Bis sie den Weg in die Selbstständigkeit wagte, lagen schon einige Stationen hinter ihr. Die 8. Klasse war 1955 beendet. Sofort begann sie als Verkäuferin beim Konsum, wechselte drei Jahre später als Springer verschiedener Arbeitsbereiche ans Sprengstoffwerk Schönebeck und setzte sich ehrenamtlich für das Rote Kreuz sowie die Gewerkschaft ein.
24-jähriges Schaffen schenkte eine Frau, die ihr Leben lang kaum etwas anderes machte als arbeiten, diesem Betrieb, bis sie 1982 im eigenen Haus ihre Heißmangel eröffnen konnte.
Der Anfang gestaltete sich fulminant. Bis zu 40 Wäschekörbe pro Tag mussten bewältigt werden. Ausdauernd, fleißig und zäh nahm sie die Wäsche in die Mangel und baute sich einen großen Stammkundenkreis auf.
Qualität und Service sprachen Bände und trafen sich auf einer Stufe. Textilien waren einwandfrei gemangelt, formvollendet gelegt sowie zuverlässig und pünktlich innerhalb kürzester Zeiträume fertiggestellt.
Mit Mühe sparte Frau Krause nie und wandelte Liebe und Sorgfalt in formschöne Pflege.
Besonders großflächige Textilien wie Bett- und Tischwäsche erfreuten sich hohen Anpressdruckes. Egal, ob Synthetik, Baumwolle oder Leinen, Frau Krause verlieh allem Glanz und Geschmeidigkeit.
Persönlicher und individueller Kontakt zum Kunden lag und liegt der Geschäftsfrau noch immer am Herzen.
Von Geldmangel begleitete Nachwendezeiten ließen den Kundenstamm schmelzen. Trotzdem kämpfte sie nimmermüde weiter, erreichte 2001 das Rentenalter und betreibt ihre Heißmangel an zwei Tagen die Woche weiter.
Wo andere sich Ruhe gönnen, arbeitet Frau Krause rastlos und nimmt bei Stricken und Häkeln, was ungemein beruhigt, sowie mit den Söhnen Guide und Sylvio und dem geliebten Enkelkind nur kurze Auszeiten.
Seit ihr Kurt erkrankt ist, versorgt die Powerfrau auch ihren ¾ Morgen großen Garten, Haus und Grundstück allein.
Unentwegt von neuen Ideen durchdrungen, helfen die Kinder beim Umsetzen, doch was sie auch tut, entbehrt Liebe und Sorgfalt niemals.