MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Helmut Krause

Das Lebenswerk als Geschichte eigener Entwicklung

Helmut Krause

Raustr. 14
04159 Leipzig
Fon: 0341 / 4613507

Der 1941 geborene Helmut Krause, wusste – als sich die Schulzeit 1955 zu Ende neigte – nicht so recht, welchen Beruf er erlernen sollte. Als er sich schließlich für eine Lehre zum Elektromonteur bewarb, war es sein gutes Abschlusszeugnis, welches bewirkte, sich innerhalb der doppelten Bewerberzahl gegenüber der vorhandenen Lehrstellenzahl durchsetzen zu können. „So habe ich dann drei Jahre Elektromonteur gelernt, vom Lichtschalter bis zu 30.000 Volt“, erzählt er heute. Kurze Zeit als Geselle tätig, verpflichtete er sich für eine längere Dienstzeit bei der Armee, mit dem Ziel zur Volksmarine und später im zivilen Bereich zur Handelsmarine zu gelangen. Die beiden Schwestern in der BRD waren der Grund, nicht in dieser Waffengattung eingesetzt zu werden, mit schwer wiegenden Folgen, wie sich zeigen sollte. Die ersatzweise Funkerausbildung war soweit in Ordnung, doch die NVA-Angehörigen wurden auch zu Industrieeinsätzen herangezogen und hier erlitt Helmut Krause einen schweren Unfall. Dieser und ihn begleitende gesundheitliche Nebenwirkungen führten zu einer Operation, die er nur knapp und nach Herzstillstand mit Wiederbelebungsmaßnahmen überlebte. Die NVA dankte es ihm mit der Vernichtung seiner Gesundheitsunterlagen und somit Verhinderung einer entsprechenden Zusatzrente. Als er später ins zivile Leben zurückkehrte, arbeitete er kurze Zeit wieder im erlernten Beruf, nahm dann ein Studium an der Ingenieurschule für Feinwerktechnik in Jena auf (1961–1964), das er erfolgreich als Ingenieur für Betriebsmess-, Steuerungs- und Reglungstechnik abschloss. Der Kraftwerksbau Radebeul war erster Einsatzort des jungen Ingenieurs. Doch 1965 heiratete er seine Frau Walheide, gründete damit seinen späteren 4-Frauen-Haushalt (Töchter Grit, Silke und Uta wurden 1966,1969 und 1971 geboren), und beantragte seine Versetzung nach Leipzig. Als Bauleiter im Kraftwerk „Ernst Thälmann“ begleitete er dessen Neuaufbau nach Brandschaden. Mit Ende dieser Aufgabe wechselte er als Bauleiter zur Investbauleitung der Energieversorgung Leipzig, bis diese durch Kombinatsbildung aufgelöst wurde. Helmut Krause befand sich zu diesem Zeitpunkt (1970) in der Weiterbildung, hatte ein Abendstudium „Ingenieur für elektronische Datenverarbeitung“ aufgenommen. Die damit einhergehende Versetzung in die Grundfondsabteilung der Energieversorgung und die Perspektive als EDV-Ingenieur dort zu arbeiten, gefiel ihm nicht. „Zu trocken, zu viel Bürokratie“, begründet er seinen Wechsel zum Ingenieurbüro für die Süßwarenindustrie, das später in den VEB Forschung und Rationalisierung Integration fand. Das Institut für Technische Mikrobiologie wurde nächste Station, bedingt durch schwerwiegende Schikanen seines letzten Abteilungsleiters. Ein danach erneut angestrebter Arbeitsstellenwechsel stellte sich als schwierig heraus, weil – wie er feststellen musste – seine Kaderakte durch den für die Staatssicherheit arbeitenden, früheren Abteilungsleiter verändert worden war. Helmut Krause konnte Klärung erreichen und die Arbeit im VEB Ingenieurbetrieb für Rationalisierung und Projektierung Dresden, BT Leipzig; im Kombinat Fortschritt Landmaschinen aufnehmen, blieb hier bis zu wendebedingten Abwicklung des Betriebes tätig. Mittels einer Beschäftigungsgesellschaft fand er in einer ABM eine neue Herausforderung im sozialen Bereich, nahm an einer Umschulung zum Sozialarbeiter (Arbeits- und Sozialrecht) teil. Diese Tätigkeit in einem Verein ließ die berufliche Tätigkeit 1996 ausklingen. Ehrenamtlich war er noch als „Ehrenamtlicher Richter“ am Sozialgericht Leipzig und bis 1999 als Stadtrat der Stadt Leipzig tätig. Die Arbeitslosigkeit führte zur vorzeitigen Rente, die ihm aufdiktiert wurde und mit maximalem Abschlag bei den Bezügen einhergeht. Heute beschäftigt er sich vorwiegend in seinem Garten, der für ihn eine Brücke zur Kindheit schlägt, die auf dem Land zwar schwer aber dennoch glücklich war. Dort in seinem Garten züchtet er eine neue Gemüsesorte. Darüber hinaus schreibt er an einem Buch über Pflanzen, mit sehr tiefgründiger und umfassender Thematik, die er nicht vor Veröffentlichung preisgeben möchte. Die vier Enkel werden einst darin sicher lesen, so wie in dem hier vorliegenden Buch, das vom Lebenswerk ihres Opas kündet.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz