MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Klaus Kramer

Damit im Vogtland das Licht immer scheint

Klaus Kramer
Diplomingenieur (FH) für elektrische Netze

08529 Plauen

Über viele Jahre war Klaus Kramer beim regionalen Energieversorger für die großen Stromtrassen und Verteilerstationen verantwortlich, die gewährleisteten, dass im ganzen Vogtland Haushalte und Betriebe elektrische Energie anliegen hatten. Er hat projektiert und den Bau der Anlagen betreut, immer im Einsatz, im Notfall auch mal achtundvierzig Stunden durchgehend. Geboren 1933 in Plauen, besuchte der Zahnarztsohn nach der Volksschule auch die Wirtschaftsoberschule, wurde Kaufmannsgehilfe, schloss als technischer Kaufmann ab, fand am Beruf aber doch keinen rechten Gefallen. Die soziale Auslese im Bildungswesen zu DDR-Zeiten, Arbeiterkinder wurden bevorzugt, verhinderte einen Abiturabschluss und folgendes Hochschulstudium. Klaus Kramer entschied sich für den technischen Weg. Beim Plauener Energieversorger lernte er Elektromonteur, konnte danach an der Fachhochschule Zittau doch noch ein Studium aufnehmen, das er als Diplom-Ingenieur für elektrische Netze abschloss. Ein Volontariat beim Elektromaschinenbauer VEM wurde absolviert, doch Klaus Kramer kehrte nach Plauen zurück, wurde für alle generalreparierten und Neueinbauten an Leitungen zwischen 1 und 30 kV zuständig, kennt dadurch jede Ecke des Vogtlandes, weiß um Schleichwege, durfte sogar mit Sonderausweis in den sensiblen Bereich der innerdeutschen Grenze. In der Privatisierungsphase nach 1990 übernahm die SAG Gruppe Anlagen und Betrieb, betraute den erfahrenen Klaus Kramer weiter mit Projektierung und Bauleitung. Mit dem 65. Lebensjahr ging er 1998 in Rente, half danach aber noch ein halbes Jahr bei der Realisierung moderner Systeme der Zählerablesung. Seit 1984 ist er mit Frau Ulla (Meisterin der Textilindustrie) verheiratet. Für beide war es der zweite Versuch, der nun aber dreißig Jahre ihnen ein erfülltes Familienleben schenkte. Er brachte drei Kinder aus erster Ehe mit, sie zwei. An den sieben Urenkeln freuen sie sich gemeinsam. Seit seinem 16. Lebensjahr suchte Klaus Kramer Entspannung von beruflichem Stress und anderen Unwirtlichkeiten des Lebens beim Angeln. Mit seinem Sohn fuhr er sogar zum Hochseeangeln an die Ostsee. Ausgleich fand er in den letzten fünfzehn Jahren auch bei der Arbeit im damals zugelegten Schrebergarten. Beide waren oft, selbst in winterlicher Jahreszeit, beim Pilzesammeln anzutreffen, zu DDR-Zeiten wurde sein diesbezügliches Wissen mit dem Sachverständigenausweis anerkannt.
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