MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edith und Manfred Kowanda

Technische Intelligenz

Edith und Manfred Kowanda

Werkstoffingenieurin
Diplom-Ingenieur
Auf dem Ahorn 37
09669 Frankenberg

Technisches Verständnis gehörte für beide Ehepartner zu den Grundlagen ihres Berufslebens. Dabei sind sie ganz unterschiedliche Wege gegangen, erst nach Schicksalsschlägen im Jahr 1994 (der Unfalltod ihrer beiden Söhne, der Tod seiner ersten Frau) haben sie zueinander gefunden, 2001 geheiratet. Als Edith Uhlstein kam sie 1939 in Frankenberg zur Welt. Nach dem Schulbesuch ab 1945 entschied sie sich in der 11. Klasse von der Oberschule abzugehen, eine kaufmännische Lehre im VEB Framo-Werke (bald als VEB Barkas-Werke firmierend) in Hainichen aufzunehmen. Ihren Abschluss als Industriekaufmann konnte sie leistungsbedingt schon nach zweieinhalb Jahren vorlegen. 1962 startete sie ein Ingenieur-Studium im damaligen Karl-Marx-Stadt. Nach drei Jahren verließ die neue Werkstoffingenieurin die sächsische Heimat gen anhaltinisches Roßlau, wo sie im „Wissenschaftlich-Technischen Zentrum (WTZ) Dieselmotoren“ Praxiserfahrung sammelte. Nach drei Jahren kehrte sie in die Barkas-Werke zurück. Das Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei (SED) wurde jedoch bald in die SED-Kreisleitung Hainichen berufen, aber die vielen Sitzungen belasteten ihren Alltag, zu dem seit 1971 Sohn Klaus und ab 1973 Sohn Uwe gehörten. 1972 fand sie beim VEB Vliestextilien Lößnitztal neue Aufgaben als Kaderleiterin und in der technischen Kontrolle, wechselte dann zum VEB Walzengravierwerk Frankenberg, hier verantwortlich für Neuererwesen, Abfallwirtschaft, Energie. Im Januar 1990 begann sie wieder in den Barkas-Werken im Bereich Technologie, doch der Betrieb wurde bereits Mitte 1991 stillgelegt. Bis zum eigentlichen Renteneintritt 1999 erlebte sie Zeiten der Arbeitslosigkeit, besuchte wenig Erfolg versprechende Lehrgänge. Manfred Kowanda stammt aus Oelsnitz (Erzgebirge), wo er 1937 geboren wurde, mit einer jüngeren Schwester aufwuchs. Ab 1943 besuchte er die Volksschule, doch als es 1951 an die Oberschule gehen sollte, entschied er sich für den praktischen Beruf eines Elektromonteurs. Zweieinhalb Jahre dauerte die Ausbildung im Lehrbetrieb des Energiebezirkes Ost. Sein Einsatz fand dann als Grubenelektriker in der Oelsnitzer Steinkohleförderung statt. Zwei Jahre verpflichtete er sich zur Kasernierten Volkspolizei (KVP). Von 1957 bis 1960 studierte er an der Ingenieurschule in Mittweida die Technologie der Elektrofeinwerktechnik. Stationen waren nun der VEB Elektrogerätewerk Gornsdorf und die Technisch-Physikalischen Werkstätten Thalheim (Erzgebirge). 1964 begann er im Lichtensteiner Betriebsteil des VEB Transformatorenwerk Reichenbach seine langjährige Betriebszugehörigkeit, erlebte nach 1990 den Zusammenschluss zur Sächsisch-Bayerischen Starkstrom-Gerätebau GmbH mit, baute für diese am Standort Neumark (Vogtland) 1992 das Prüffeld auf, blieb dort bis zum Ruhestand im Jahr 2000.
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