MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Edith Kowalski

Sich mit anderen Menschen im sportlichen Wettstreit messen

Edith Kowalski

Psychologin und Berufsschullehrerin
Weltmeisterin im Triathlon
07546 Gera

Beim Gespräch mit Edith Kowalski lernt man eine Frau kennen, die sich am glücklichsten fühlt, wenn alles so läuft, wie sie es geplant hat. Und bisher hat sie in ihrem Leben oft Grund dazu gehabt. Sie wird am 24. November 1955 in Saalfeld geboren und wächst in Gera auf. Der Vater ist Polizist, die Mutter leitet eine Verkaufseinrichtung. Edith Kowalski verspürt schon sehr früh viel Spaß bei der Arbeit mit Kindern und entwickelt auch bald berufliche Vorstellungen in diese Richtung. Sie schließt die Schule mit einem guten Abitur ab, doch dann werden Probleme mit ihrer Stimme festgestellt, so dass eine Arbeit als Lehrerin für sie nicht in Frage kommt. So arbeitet die junge Frau nach den bestandenen Prüfungen zunächst für zwei Jahre als Schwimmmeisterin und nimmt dann ein Psychologiestudium an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena auf. Während des Studiums bringt Edith Kowalski zwei Kinder zur Welt. Nach dessen Ende arbeitet sie sechs Jahre in einer Berufsberatung für gesundheitlich beeinträchtigte Kinder und wechselt anschießend für zwei Jahre in eine Schule für Kindergärtnerinnen in Weida und bildet dort Kindergärtnerinnen aus. Edith Kowalski kann sich nach der Wende und der damit verbundenen Entlassung wieder einklagen. „Die Arbeit hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, doch die organisatorischen und materiellen Rahmenbedingungen lassen bis heute oft zu wünschen übrig“, blickt sie auf ihr Berufsleben zurück. Schon als Kind hat Edith Kowalski gern und viel Sport getrieben. Ab der sechsten Klasse geht sie regelmäßig zum Schwimmtraining und ist zwei Jahre später schon selbst Übungsleiterin. Ab 1990 findet sie Spaß am Triathlon und nimmt auch an Wettkämpfen teil. Im Jahr 2010 gewinnt sie die Weltmeisterschaft in ihrer Altersklasse in Immenstadt / Allgäu. Dazu muss sie zwei Kilometer schwimmen, 130 Kilometer mit dem Rad fahren und 30 Kilometer über Wiesen- und Waldweg entlang der Iller laufen. Bis heute hat Edith Kowalski viel Spaß daran, sich auf sportlicher Ebene mit anderen Menschen zu messen. Davon zeugen mehrere Medaillen von Europa- und Deutschen-Meisterschaften in ihrer Altersklasse. Sie investiert viel Zeit in das Training, das auch ein sehr guter Ausgleich für ihre manchmal sehr stressige berufliche Tätigkeit ist. „Die Radfahrer sind wie eine Gemeinschaft, die sich gut kennt und die sich auf der Straße auch grüßt“, schwärmt Edith Kowalski von ihrem Sport. Die beiden Kinder sind sportlich ebenfalls in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten, die Tochter Andrea hat sich ebenfalls dem Triathlon verschrieben, der Sohn Stefan ist Leiter eines Breitensportvereins. Zur Familie gehört außerdem noch ein Enkel, der seine Großmutter gern besucht, die würde gern noch einen weiteren Enkel haben. Als Rentnerin will sie später wieder Kindergruppen betreuen.
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