MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Peter Krah

Datenbankspezialist im Ostblock

Peter Krah

Dipl.-Ing. Maschinenbau
01809 Heidenau

Mit dem angestrebten Weg in die Flugzeugkonstruktion wurde es nichts, die DDR stellte die eigene Entwicklung früh ein, so blieb nach drei Semestern an der Technischen Hochschule (TH) Dresden nur der Wechsel zur Fachrichtung Angewandte Mechanik. Schon beim Studium an der nunmehrigen Technischen Universität (TU) befasste sich Peter Krah mit den theoretischen Fragen des Maschinenbaus, legte 1965 sein Diplom ab. Geboren 1941 im oberschlesischen Deutsch-Rasselwitz, beendete der Sohn aus einem Medizinerhaushalt die Erweiterte Oberschule in Kamenz 1959 mit dem Abitur. Der junge Diplom-Ingenieur heuerte beim VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau Dresden an und beschäftigte sich im Wissenschaftlich-Technischen Zentrum des Kombinates in Pirna vor allem auf dem Gebiet der EDV. Dies umso mehr, als ihm anfangs keine Aufgaben zugeteilt waren, er sich deshalb in die Programmierung des Rechenautomats ZRA 1 (Zeiß-Rechenanalyse) einarbeitete und auf Lehrgängen, aber entscheidend auch im Selbststudium Kenntnisse erwarb. Ende 1969 arbeitete er drei Monate im Institut des Ministeriums für Leichtbau, ging dann zum Institut für Datenverarbeitung, einem Vorläufer des Kombinates Robotron. Hier oblag ihm die Software-Entwicklung für den Bereich Maschinenbau. Die Schwierigkeiten jener Zeit, dass die entwickelte Software auf den zur Verfügung stehenden Hardwarekomponenten zu langsam lief, führte ihn zu kreativen Lösungen. Zwar wurde er Gruppenleiter beim VEB Robotron Projekt, aber der fachmännische Austausch mit Kollegen in nichtsozialistischen Ländern blieb dem parteilosen praktizierenden Katholiken mit Verwandtschaft in der Bundesrepublik verwehrt. Dienstreisen, Erfahrungsaustausch führten ihn jedoch nach Ungarn, Bulgarien, Polen und in die Sowjetunion (wo er in Moskau 1989 vom Sturz Erich Honeckers erfuhr). In den dann neuen Verhältnissen half ihm das Vertrauen der Kollegen (er wurde Mitglied des Betriebskontrollrates, dann der Geschäftsleitung) und seine Kompetenz. 1990 versicherte sich das neu gebildete Sächsische Innenministerium seiner EDV-Erfahrung für die Staatsregierung, er wurde verantwortlicher Referatsleiter im Ministerium, entwickelte u. a. die Landesstatistik mit, blieb, verbeamtet, bis zur Pensionierung 2006. Mit Frau Sibylle (Pädagogin) feierte er inzwischen goldene Hochzeit. Eine Tochter, zwei Söhne und sieben Enkel erweiterten den Familienkreis.
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