MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Roswitha Kossmann

Wenn nötig, muss man hartnäckig sein

Roswitha Kossmann

Fachingenieur für Arbeitsschutz
Rentnerin
Alte Dorfstraße 6
04680 Colditz OT Schönbach

Im Ort Schönbach (heute eingemeindet) kam Roswitha Kossmann 1948 auf die Welt, die ihr eine wunderschöne Kindheit gewährte. Hier blieb sie zu Hause bis zum heutigen Tag. Sie besuchte die Schule am Ort, später im nahen Sermuth und in Großbothen, schloss 1965 mit der 10. Klasse ab. In einer Lehre 1965–1967 als Buchhalterin für die Landwirtschaft erhielt sie in der Berufsschule in Wurzen und bei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) in Großbothen eine sehr vielseitige Ausbildung. In einem Fernstudium zum Agraringenieur durfte sie 1969–1971 weitere Kenntnisse erwerben, die sie beim Agrochemischen Zentrum Colditz dann in der Praxis anwenden konnte. Heirat (1970) und Geburt der Tochter Peggy (1971) setzten neue Akzente. Danach begann sie als Verwaltungskraft im Gesundheitswesen des Kreises Grimma zu arbeiten, begann sich für den Bereich Arbeitshygiene zu interessieren, besuchte entsprechende Lehrgänge und fand so die Herausforderungen, die ihr Berufsleben der nächsten Jahre prägen sollten. Sie wirkte zuerst für die Arbeitshygiene im landwirtschaftlichen Bereich, erweiterte Wissen und Erfahrung um alle Aspekte des Arbeitsschutzes. Ein Studium an der Ingenieurschule für Maschinenbau Leipzig beendete sie 1981 als Fachingenieur für Arbeitsschutz. Ihre Abschlussarbeit wurde (wie alle ähnlichen Studien zu DDR-Zeiten, die Probleme analysierten) als vertraulich eingestuft und weggeschlossen. Bis 1988 wirkte sie nun im Gesundheitswesen des Kreises als Sicherheitsinspektor, wechselte dann in gleicher Funktion für die Betriebsteile Colditz und Großbothen zum Schamottewerk. Als 1991 die Produktion heruntergefahren wurde, entfiel ihr Aufgabengebiet. Mit Hartnäckigkeit bedrängte sie nun die Mitarbeiter des Arbeitsamtes. Bald fand sie im Ordnungsamt der Stadt Grimma eine geeignete Stelle als Mitarbeiterin, verantwortlich u. a. für Verkehrszeichen, Baustellen, Sondernutzungen, auch Strafzettel. 2006 entschied sie sich dann für die Altersteilzeit, zumal Mutter, Schwiegermutter, ihr zweiter Mann (Heirat 1985) ihrer Pflege bedurften. Heute ist der Vater ihrer Fürsorge anvertraut. Roswitha Kossmann hat Freude an Sprachen (lernte Englisch und Italienisch an der Volkshochschule), besucht gern regelmäßig Veranstaltungen wie das Feuerwehrfest im Südtiroler Urlaubsort oder das Mittelalterspektakel von Kloster Wechselburg, treibt Sport in der Gruppe, bleibt durch Radfahren fit.
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